Assel-Vergleich – welche Art passt zu dir?

Asseln sind ideale Terrarienbewohner und übernehmen wichtige Aufgaben als sogenannte Bodenpolizei. Sie zersetzen organisches Material, beugen Schimmel vor und tragen zu einem stabilen Mikroklima bei.

Je nach Art unterscheiden sie sich jedoch deutlich in Verhalten, Aktivität und Eignung für verschiedene Terrarien.

Übersicht der Arten

Weiße Asseln

Sehr kleine und robuste Art, ideal als Bodenpolizei für feuchte Regenwaldterrarien.

  • Größe: klein bis mittel
  • Aktivität: niedrig
  • Vermehrung: mittel
  • Eignung: perfekt für feuchte Terrarien, Futter

Weiße Asseln sind besonders gut geeignet für bioaktive Setups und werden häufig als „Arbeitstiere“ eingesetzt. Sie dienen bei Fröschen zusätzlich auch als Futterquelle.

Zu meinen Weißen Asseln

Porcellio laevis (z. B. „Panda“)

Größere, auffälligere Art mit hoher Aktivität.

  • Größe: mittel bis groß
  • Aktivität: hoch
  • Vermehrung: schnell
  • Eignung: Bodenpolizei + optisch interessant, Futter

Diese Art ist etwas präsenter im Terrarium und wird häufig auch gezielt wegen ihres Aussehens gehalten. Auch Porcellio laevis eignen sich für diverse Tiere als Futterquelle (Vogelspinnen, größere Frösche, Reptilien)

Zu meinen Porcellio laevis „Panda“

Armadillidium gestroi

Ruhigere, eher dekorative Art.

  • Größe: mittel bis groß
  • Aktivität: mittel
  • Vermehrung: langsam bis moderat
  • Eignung: eher als Zierart

Armadillidium gestroi sind weniger aktiv, dafür aber optisch sehr interessant. Sie eignen sich gut für Halter, die Wert auf das Erscheinungsbild legen.

Zu meinen Armadillidium gestroi

Porcellionides pruinosus

Sehr anpassungsfähige und produktive Art.

  • Größe: klein bis mittel
  • Aktivität: hoch
  • Vermehrung: sehr schnell
  • Eignung: ideale Bodenpolizei & Futter

Diese Art ist besonders robust und eignet sich hervorragend für Einsteiger sowie zur Stabilisierung von Terrarien.

Zu meinen Porcellionides pruinosus „Orange“ (Orange Kubaassel)

Cubaris sp. „Panda King“

Beliebte und optisch auffällige Art.

  • Größe: mittel
  • Aktivität: eher gering
  • Vermehrung: langsam
  • Eignung: Zierart mit besonderen Ansprüchen

Diese Art ist deutlich anspruchsvoller und richtet sich eher an erfahrene Halter.

Zu meinen Cubaris sp. „Panda King“

Cubaris sp. „Rubber Ducky“

Beliebte und optisch auffällige Art, die an eine Quietscheente erinnert.

  • Größe: mittel
  • Aktivität: eher gering
  • Vermehrung: langsam
  • Eignung: Zierart mit besonderen Ansprüchen

Diese Art ist besonders anspruchsvoll und richtet sich eher an erfahrene Halter.

Zu meinen Cubaris sp. „Rubber Ducky“

Welche Asseln sind die richtigen für dich?

Für Einsteiger

  • Weiße Asseln
  • Porcellionides pruinosus
  • Porcellio laevis

Diese Arten sind robust, vermehren sich gut und verzeihen auch kleinere Fehler.

Für bioaktive Terrarien (z. B. mit Fröschen)

  • Weiße Asseln
  • Porcellio laevis

Hier steht die Funktion als Bodenpolizei im Vordergrund.

Für Optik und Zucht

  • Armadillidium gestroi
  • Cubaris sp. „Panda King“
  • Cubaris sp. „Rubber Ducky“

Diese Arten sind weniger aktiv, dafür optisch deutlich auffälliger.

Als Futtertiere

  • Weiße Asseln
  • Porcellio laevis
  • Porcellionides pruinosus

Diese Arten sind klein und vermehren sich schnell, wodurch sie ideal als Futtertiere für Frösche, Reptilien und auch Vogelspinnen geeignet sind (je nach Größe).

Kombination mehrerer Arten

In vielen Terrarien ist es sinnvoll, mehrere Arten zu kombinieren, um unterschiedliche ökologische Nischen abzudecken. Beim Besetzen mit mehreren Assel-Arten kann es aber vorkommen, dass sich über kurz oder lang nur eine Art durchsetzt und alle anderen verdrängt.

Beispiel:

Fazit

Asseln sind ein zentraler Bestandteil funktionierender Terrarien. Die Wahl der richtigen Art hängt davon ab, ob der Fokus auf Funktion, Aktivität oder Optik liegt.

Wenn du dir unsicher bist, welche Art für dein Terrarium am besten geeignet ist, kannst du dich jederzeit gerne bei mir melden.

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