Wie lange dauert es, bis Moos auf emers umstellt?
Viele Moose, die in der Aquaristik verwendet werden, können sowohl vollständig unter Wasser als auch außerhalb des Wassers bei ausreichend hoher Feuchtigkeit wachsen. Werden submers gewachsene Moose in ein Terrarium oder eine emerse Pflanzenkultur gesetzt, brauchen sie allerdings etwas Zeit, um sich an die neuen Bedingungen anzupassen.
Nach meiner Erfahrung dauert es etwa zwei Wochen, bis sich deutlich erkennen lässt, dass ein Moos mit neuem emersen Wachstum begonnen hat. Wie schnell die Umstellung tatsächlich erfolgt, hängt allerdings stark von den Bedingungen ab.
Was passiert bei der Umstellung auf emerses Wachstum?
Wird ein bislang unter Wasser gewachsenes Moos aus dem Aquarium genommen, sieht man normalerweise nicht sofort neue emerse Triebe. Zunächst muss es mit den veränderten Bedingungen zurechtkommen.
Dabei verändern sich unter anderem die verfügbare Feuchtigkeit, der Gasaustausch und die Lichtverhältnisse. Das vorhandene submerse Wachstum bleibt während dieser Übergangsphase nicht zwangsläufig unverändert. Einzelne Bereiche können beispielsweise schlechter aussehen oder teilweise absterben, während an anderer Stelle bereits neues Wachstum entsteht.
Entscheidend ist deshalb weniger, ob das ursprünglich eingesetzte Moos unmittelbar perfekt aussieht, sondern ob sich neue, gesunde Triebspitzen entwickeln.
Nach etwa zwei Wochen sehe ich meist deutliches neues Wachstum
Bei meinen eigenen Moosen zeigt sich nach ungefähr zwei Wochen normalerweise recht deutlich neues Wachstum. Dann lässt sich erkennen, dass das Moos die emersen Bedingungen angenommen hat und weiterwächst.
Das ist allerdings kein fester Zeitraum. Je nach Moosart und Bedingungen können erste neue Triebe früher erscheinen oder die Anpassung deutlich länger benötigen.
Gerade unmittelbar nach dem Einsetzen sollte man deshalb nicht nervös werden, wenn einige Tage lang scheinbar überhaupt nichts passiert.
Feuchtigkeit ist besonders wichtig
Damit die Umstellung überhaupt funktionieren kann, darf das Moos währenddessen nicht austrocknen.
Aquarienmoose, die bisher vollständig unter Wasser gewachsen sind, sind den direkten Wasserverlust über die Umgebungsluft zunächst nicht gewohnt. In einem ausreichend feuchten Terrarium oder einer geschlossenen beziehungsweise teilgeschlossenen Aufzuchtbox ist die Umstellung deshalb wesentlich einfacher als bei trockener Raumluft.
Das Moos sollte gleichmäßig feucht, aber nicht zwingend dauerhaft vollständig nass gehalten werden.
Eine hohe Luftfeuchtigkeit hilft insbesondere während der ersten Zeit nach dem Umsetzen.
Auch ausreichend Licht ist notwendig
Feuchtigkeit allein reicht allerdings nicht. Das Moos benötigt auch genügend Licht, um weiter wachsen und neue Triebe bilden zu können.
Steht es sehr dunkel, kann sich die Umstellung erheblich verzögern oder das Moos kann langfristig eingehen. Gleichzeitig ist gerade bei einer geschlossenen Kultur Vorsicht mit sehr starker Beleuchtung und direkter Sonne geboten, da sich kleine Behälter schnell aufheizen können.
Ein heller Standort ohne problematische direkte Sonneneinstrahlung beziehungsweise eine geeignete Terrarienbeleuchtung funktioniert bei mir gut.
Muss das alte Moos dabei absterben?
Nicht unbedingt. Häufig wächst das vorhandene Moos einfach weiter beziehungsweise bildet aus dem bestehenden Bestand neue Triebe.
Es ist aber auch kein Grund zur Panik, wenn nach dem Umsetzen einzelne ältere Bereiche schlechter aussehen. Interessanter ist die Frage, ob sich nach einiger Zeit frische Triebspitzen zeigen.
Solange das Moos ausreichend feucht gehalten wird, genügend Licht bekommt und neues Wachstum zu erkennen ist, spricht vieles dafür, dass die Umstellung funktioniert.
Wie erkenne ich, dass die Umstellung gelungen ist?
Das deutlichste Zeichen ist sichtbares neues Wachstum. Bei mir ist dieses nach ungefähr zwei Wochen meist gut zu erkennen.
Mit der Zeit breiten sich die neuen Triebe weiter aus und das Moos beginnt, die zur Verfügung stehenden Flächen zu besiedeln. Je nach Art kann es beispielsweise über Substrat, Holz, Steine oder Teile einer Terrarienrückwand wachsen.
Bis daraus ein dichter Moosteppich entsteht, können allerdings wesentlich mehr als zwei Wochen vergehen. Die zwei Wochen beziehen sich bei mir lediglich auf den Zeitraum, nach dem ich normalerweise klar erkennen kann: Das Moos wächst unter den emersen Bedingungen weiter.
Fazit
Die Umstellung eines submers gewachsenen Mooses auf emerse Haltung geschieht nicht von heute auf morgen. Nach meiner Erfahrung sind etwa zwei Wochen ein guter Richtwert, bis deutliches neues Wachstum sichtbar wird.
Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die Bedingungen stimmen. Besonders wichtig sind ausreichend Feuchtigkeit und Licht, damit das Moos die Übergangsphase übersteht und neue Triebe bilden kann.
Wer ein frisch umgesetztes Moos nach einigen Tagen betrachtet und noch keine Veränderung sieht, muss deshalb nicht gleich von einem Fehlschlag ausgehen. Entscheidend ist, ob sich in den folgenden Wochen frisches Wachstum entwickelt.
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