Aufsitzerpflanzen im Aquarium richtig befestigen
Aufsitzerpflanzen gehören zu den beliebtesten Pflanzen im Aquarium. Arten wie Anubias, Bucephalandra, Javafarn oder verschiedene Moose wachsen nicht klassisch im Bodengrund, sondern können auf Steinen, Wurzeln und anderem Hardscape befestigt werden.
Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten. Welche Methode am besten funktioniert, hängt sowohl von der Pflanze als auch vom verwendeten Hardscape ab.
Aufsitzerpflanzen nicht eingraben
Viele typische Aufsitzerpflanzen besitzen ein Rhizom, aus dem Blätter und Wurzeln wachsen.
Dieses Rhizom sollte nicht vollständig im Bodengrund vergraben werden. Stattdessen wird die Pflanze auf dem Hardscape befestigt. Mit der Zeit bilden sich Haftwurzeln, durch die sich viele Arten selbstständig am Untergrund festhalten können.
Aufsitzerpflanzen in Ritzen und Spalten stecken
Meine bevorzugte Methode ist gleichzeitig die einfachste: Wenn das Hardscape eine geeignete Stelle bietet, stecke ich die Pflanze direkt in eine vorhandene Ritze oder Spalte.
Besonders strukturierte Wurzeln und Steine bieten dafür häufig zahlreiche Möglichkeiten.
Die Vorteile:
- kein zusätzliches Befestigungsmaterial notwendig
- schnell und unkompliziert
- keine sichtbaren Fäden oder Klebestellen
- Pflanzen lassen sich bei Bedarf wieder leicht entfernen
- sehr natürliches Erscheinungsbild
Wichtig ist lediglich, die Pflanze nicht zu stark einzuklemmen und dabei das Rhizom zu beschädigen.
Wenn eine geeignete Spalte vorhanden ist, ist dies deshalb meine bevorzugte Methode.
Aufsitzerpflanzen aufbinden
Eine klassische Methode ist das Aufbinden mit Faden oder Angelschnur.
Dabei wird die Pflanze auf der gewünschten Stelle platziert und vorsichtig fixiert. Nach einiger Zeit hält sie sich mit ihren eigenen Wurzeln am Untergrund fest und der Faden kann gegebenenfalls wieder entfernt werden.
Diese Methode funktioniert grundsätzlich sehr gut, kann aber etwas fummelig sein.
Ich persönlich komme mit dem Aufbinden weniger gut zurecht und nutze deshalb nach Möglichkeit andere Methoden.
Aufsitzerpflanzen festkleben
Eine weitere Möglichkeit ist das Befestigen mit geeignetem Sekundenkleber auf Cyanacrylat-Basis.
Dazu reicht bereits eine kleine Menge Kleber. Anschließend wird die Pflanze für kurze Zeit auf die gewünschte Stelle gedrückt.
Besonders praktisch ist diese Methode bei kleinen Pflanzen oder Hardscape ohne geeignete Spalten.
Allerdings hat auch das Kleben Nachteile. Zu viel Kleber kann sichtbare weiße Stellen hinterlassen und entsprechend unschön aussehen.
Bei feinen Pflanzen und insbesondere Moosen finde ich diese Methode außerdem weniger praktisch. Dort lässt sich der Kleber schwieriger gezielt einsetzen und es entsteht schnell eine kleine Sauerei.
Wichtig ist auch zu beachten den Kleber nicht auf das Rhizom, sondern nur auf die Wurzeln aufzutragen, da der Kleber sonst das Rhizom beschädigen kann.
Welche Methode ist die beste?
Eine pauschal beste Methode gibt es nicht.
Ich gehe nach einer einfachen Reihenfolge vor:
Wenn möglich, nutze ich zunächst die vorhandene Struktur des Hardscapes. Eine geeignete Ritze oder Spalte ist für mich die einfachste und natürlichste Lösung.
Ist das nicht möglich, können Aufbinden oder Kleben gute Alternativen sein.
Letztlich kommt es auch darauf an, mit welcher Methode man selbst am besten zurechtkommt.
Wie lange dauert es, bis Aufsitzerpflanzen festgewachsen sind?
Das hängt stark von Pflanzenart und Wachstumsbedingungen ab.
Schnell wachsende Pflanzen können relativ zügig neue Wurzeln bilden, während beispielsweise langsam wachsende Anubias oder Bucephalandra deutlich mehr Zeit benötigen können.
Die ursprüngliche Befestigung sollte deshalb so lange stabil bleiben, bis die Pflanze ausreichend Halt gefunden hat.
Fazit
Aufsitzerpflanzen können im Aquarium auf verschiedene Arten befestigt werden. Üblich sind vor allem Aufbinden, Kleben oder das Einklemmen in vorhandenen Ritzen und Spalten.
Meine bevorzugte Methode ist das Nutzen vorhandener Strukturen im Hardscape. Das benötigt kein zusätzliches Material, sieht natürlich aus und ermöglicht es der Pflanze, mit der Zeit selbstständig festzuwachsen.
Wo das nicht möglich ist, bieten Aufbinden und Kleben praktische Alternativen.
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