Weiße Asseln oder Springschwänze – welche Bodenpolizei ist die bessere Wahl?

Wer ein bioaktives Terrarium plant, stößt früher oder später auf die Frage:

Weiße Asseln oder Springschwänze – was ist besser?

Die kurze Antwort lautet:

Beide erfüllen unterschiedliche Aufgaben und ergänzen sich ideal.

Trotzdem gibt es Unterschiede in Verhalten, Einsatzgebiet und Nutzen. Je nach Terrarium kann eine Art wichtiger sein als die andere.

Was machen Springschwänze im Terrarium?

Springschwänze gehören zu den wichtigsten Helfern in bioaktiven Terrarien. Sie sind sehr klein und halten sich überwiegend in feuchten Bereichen des Bodengrunds auf.

Ihre Hauptaufgabe besteht darin, organische Reste und vor allem Schimmel zu verwerten.

Vorteile von Springschwänzen

  • hervorragende Schimmelbekämpfung
  • besiedeln auch kleine Zwischenräume
  • sehr kleine Größe – ideal für kleine Terrarien
  • vermehren sich schnell bei ausreichender Feuchtigkeit
  • dienen teilweise als Futtertier für kleine Amphibien

Besonders in frisch eingerichteten Terrarien helfen Springschwänze oft dabei, Schimmelphasen abzufangen.

Was machen weiße Asseln im Terrarium?

Weiße Asseln (Trichorhina tomentosa) übernehmen eher die „groben Arbeiten“ im Bodengrund.

Sie zersetzen:

  • Laub
  • Pflanzenreste
  • Futterreste
  • organisches Material

Dadurch tragen sie langfristig zur Stabilität des Bodengrunds bei.

Vorteile weißer Asseln

Weiße Asseln sind zudem sehr weich gepanzert und werden von vielen Fröschen gerne gefressen.

Die wichtigsten Unterschiede auf einen Blick

SpringschwänzeWeiße Asseln
sehr kleingrößer
fressen vor allem Schimmelfressen organische Reste
besiedeln feuchte Zwischenräumearbeiten im Bodengrund
oft unsichtbarhäufiger sichtbar
dienen kleinen Fröschen als Futterauch für größere Frösche interessant

Was ist besser für Pfeilgiftfrösche?

Für Pfeilgiftfrösche empfiehlt sich in den meisten Fällen:

eine Kombination aus beiden Arten.

Warum?

Springschwänze übernehmen die feinen Arbeiten und helfen gegen Schimmel, während weiße Asseln größere organische Reste verwerten.

Zusätzlich können beide Arten als natürliches Zusatzfutter dienen.

Gerade in bioaktiven Froschterrarien hat sich die Kombination langfristig bewährt.

Reichen Springschwänze allein?

In kleineren oder sehr feuchten Setups können Springschwänze alleine funktionieren.

Langfristig fehlt jedoch oft ein Teil der größeren Zersetzerfunktion, die Asseln übernehmen.

Besonders bei stärkerem Besatz oder viel Laub profitieren Terrarien meist von weißen Asseln.

Reichen weiße Asseln allein?

Weiße Asseln leisten viel, ersetzen Springschwänze aber nicht vollständig.

Gerade feiner Schimmel auf Holz, Pflanzen oder Bodengrund wird häufig besser durch Springschwänze kontrolliert.

Mein Tipp: Kombination statt Entscheidung

In den meisten bioaktiven Terrarien funktioniert die Kombination aus weißen Asseln und Springschwänzen am besten.

So profitieren Terrarien von:

  • besserer Resteverwertung
  • natürlicher Schimmelkontrolle
  • stabilerem Bodengrund
  • zusätzlichem Mikro-Futter für Amphibien

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