Lepidodactylus lugubris, besser bekannt als Jungferngecko, Trauergecko oder Schuppenfingergecko, zählt zu den beliebtesten Mikrogeckos in der Terraristik. Die Art bleibt klein, ist vergleichsweise unkompliziert in der Haltung und eignet sich gut für kleinere, naturnah eingerichtete Terrarien.
Besonders spannend: Jungferngeckos vermehren sich in der Regel parthenogenetisch, also ohne Männchen.
In diesem Artikel erfährst du alles Wichtige zur Haltung, Pflege und Zucht von Lepidodactylus lugubris.
Herkunft & Allgemeines
Der Jungferngecko stammt ursprünglich aus tropischen Regionen des indo-pazifischen Raums und ist heute in vielen warmen Gebieten weltweit verbreitet.
Die Tiere zeichnen sich aus durch:
- geringe Endgröße
- dämmerungs- und nachtaktive Lebensweise
- spannende Vermehrung ohne Männchen
- gute Eignung für kleinere Terrarien
- interessantes Sozialverhalten
Durch ihre geringe Größe eignen sich Jungferngeckos besonders für Halter, die sich für Mikrogeckos und naturnahe Terrarien interessieren.
Wie groß werden Lepidodactylus lugubris?
Jungferngeckos bleiben klein.
Die Endgröße liegt meist bei etwa:
8–10 cm Gesamtlänge (Kopf-Rump-Länge ca. 5 cm)
Damit zählen sie zu den kleineren Geckos in der Terraristik.
Trotz ihrer Größe sind die Tiere aktiv und nutzen bei passender Einrichtung viele Bereiche des Terrariums.
Das passende Terrarium
Für eine kleine Gruppe eignet sich bereits ein kleineres Hochterrarium ab einer Größe von 45 x 45 x 60 cm.
Wichtig sind:
- gute Belüftung
- viele Kletter- und Versteckmöglichkeiten
- strukturierte Einrichtung
- hohe Luftfeuchtigkeit
- bepflanzte Bereiche
Besonders bewährt haben sich:
- Korkröhren
- Äste und Wurzeln
- Pflanzen mit großen Blättern
- Bromelien
- Rückwände mit Struktur
- Verstecke in unterschiedlichen Höhen
Da die Tiere sehr klein und flink sind, sollte das Terrarium unbedingt ausbruchssicher sein.
Temperatur & Luftfeuchtigkeit
Jungferngeckos bevorzugen tropische Bedingungen.
Bewährt haben sich Temperaturen von etwa:
22 – 28 °C
Eine leichte Nachtabsenkung ist problemlos möglich.
Die Luftfeuchtigkeit sollte eher hoch sein und regelmäßig durch Sprühen oder eine Beregnungsanlage unterstützt werden.
Bewährt haben sich Werte von etwa:
60 – 80 % Luftfeuchtigkeit
Zwischen den Sprühphasen dürfen Bereiche auch wieder etwas abtrocknen.
UV-Licht ist für die Jungferngeckos nicht unbedingt erforderlich, ich biete es ihnen aber dennoch an.
Ernährung
Lepidodactylus lugubris ernährt sich abwechslungsreich.
Geeignet sind unter anderem:
- kleine Fruchtfliegen (Drosophila melanogaster und hydei)
- Mikro-Schaben wie Paraplecta minutissima oder Nocticola vagus
- kleine Heimchen
- Asseln
- Bohnenkäfer
- Fliegen
- Geckofutterbrei / Fruchtbrei
- weiches Obst (z.B. Banane)
Eine abwechslungsreiche Ernährung trägt zur Gesundheit und Vitalität der Tiere bei.
Jungtiere benötigen entsprechend kleinere Futtertiere. Zusätzlich sollten die Futtertiere regelmäßig supplementiert werden mit z.B. Herpetal Complete T sowie Herpetal Mineral + D3.
Verhalten & Vergesellschaftung
Jungferngeckos sind meist dämmerungs- bis nachtaktiv.
Tagsüber sitzen sie oft versteckt, während sie in den Abendstunden aktiver werden und man sie sogar hören kann.
Die Haltung erfolgt meist in kleinen Gruppen.
Sie können auch mit Pfeilgiftfröschen vergesellschaftet werden. Dabei ist darauf zu achten, dass die Ansprüche beider Arten erfüllt werden. Da sie in der Regel unterschiedliche Regionen im Terrarium besiedeln und zu unterschiedlichen Zeiten aktiv sind, kommen sie sich meist nicht in die Quere. Die Fütterung ist dann etwas schwieriger, da man in der Auswahl der Futtertiere eingeschränkt ist.
Da die Tiere sehr klein und flink sind, sieht man sie oft nicht dauerhaft – mit der Zeit zeigen sie sich bei ruhiger Haltung aber häufig regelmäßiger.
Vermehrung & Zucht
Ein besonders spannender Aspekt:
Lepidodactylus lugubris vermehrt sich meist parthenogenetisch.
Das bedeutet:
Die Tiere benötigen keine Männchen zur Fortpflanzung.
Die Weibchen legen regelmäßig Eier, aus denen bei passenden Bedingungen Jungtiere schlüpfen.
Gerade deshalb kann sich eine kleine Gruppe mit der Zeit gut entwickeln.
Wichtig:
Die Jungtiere sind winzig und benötigen entsprechend feines Futter.
Gibt es Nachteile?
Durch ihre geringe Größe sind Jungferngeckos:
sehr flink und leicht zu übersehen.
Außerdem sollte das Terrarium gut verschlossen sein, da kleinste Lücken genutzt werden können.
Wer dauerhaft sehr aktive und ständig sichtbare Tiere erwartet, sollte beachten:
Lepidodactylus lugubris zeigt sich häufig eher in ruhigeren Momenten oder abends.
Fazit
Lepidodactylus lugubris zählt zu den spannendsten Mikrogeckos für kleinere tropische Terrarien. Die unkomplizierte Haltung, geringe Größe und besondere Vermehrungsweise machen den Jungferngecko für viele Halter interessant.
Wer Freude an naturnah eingerichteten Terrarien und kleinen, spannenden Bewohnern hat, findet in Lepidodactylus lugubris eine interessante Art.
Passende Futtertiere & Supplemente:
Für kleine Geckos eignen sich besonders kleine Futtertiere wie Fruchtfliegen, Springschwänze oder Mikro-Schaben. In meinem Sortiment habe ich passend dazu:
- Porcellio laevis „Panda“
- Porcellionides pruinosus „Orange“ (Orange Kubaassel)
- Paraplecta minutissima (Keniaschabe)
- Nocticola vagus
- Shelfordella lateralis (Schokoschabe) – Jungtiere
- Herpetal Mineral + D3
- Herpetal Complete T
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Empfohlene Produkte
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Herpetal Complete T
7,50€ -
Herpetal Mineral + D3
7,50€ -
Lepidodactylus lugubris (Jungferngecko)
20,00€ -
Paraplecta minutissima – Keniaschabe
6,00€ – 10,00€ -
Porcellio laevis „Panda“
1,00€ – 20,00€ -
Bohnenkäfer
5,00€






