Schaben als Futtertiere für Pfeilgiftfrösche & Terrarientiere

Schaben gehören zu den beliebtesten Futtertieren in der Terraristik. Sie sind nährstoffreich, langlebig, einfach zu halten und lassen sich je nach Art für unterschiedlich große Tiere einsetzen.

Während größere Schabenarten häufig für Reptilien, Vogelspinnen oder größere Amphibien genutzt werden, eignen sich sehr kleine Arten auch hervorragend für kleinere Terrarienbewohner wie Pfeilgiftfrösche, Mantiden oder Jungtiere.

Je nach Größe und Aktivität der Schaben unterscheiden sich die Einsatzmöglichkeiten deutlich.

Vorteile von Schaben als Futtertiere

Im Vergleich zu vielen anderen Futtertieren bieten Schaben einige Vorteile:

  • nährstoffreich und proteinreich
  • einfache Haltung und Vermehrung
  • geringe Geruchsbildung
  • langlebiger als viele andere Futterinsekten
  • unterschiedliche Größen für verschiedene Tierarten verfügbar

Viele Arten lassen sich zudem gut selbst nachzüchten und können so dauerhaft als Futterquelle dienen.

Welche Schabenarten eignen sich als Futter?

Nicht jede Schabenart passt zu jedem Terrarientier. Vor allem Größe, Aktivität und Vermehrungsgeschwindigkeit spielen eine wichtige Rolle.

Blaptica dubia (Argentinische Waldschabe)

Die Blaptica dubia gehört zu den bekanntesten Futterschaben im Hobby und eignet sich besonders gut für größere Terrarientiere.

Sie wächst vergleichsweise langsam, kann dafür aber eine beachtliche Größe erreichen und bietet viel Nahrung pro Tier.

Geeignet für:

  • größere Vogelspinnen
  • Reptilien
  • größere Amphibien

Vorteile:

  • ruhig und leicht zu handhaben
  • klettert keine glatten Flächen
  • kaum Geruchsbildung
  • sehr gute Nachzucht möglich

Shelfordella lateralis (Turkestan- oder Schokoschabe)

Die Shelfordella lateralis zählt zu den aktiveren Futterschaben und wird häufig für Tiere genutzt, die auf bewegtes Futter stark reagieren.

Durch ihre Aktivität lösen sie oft einen guten Jagdreiz aus.

Geeignet für:

  • Vogelspinnen
  • Mantiden
  • Reptilien
  • größere Amphibien

Vorteile:

  • sehr aktiv
  • schnelle Vermehrung
  • unterschiedliche Größen verfügbar
  • hoher Jagdreiz

Hinweis: Diese Art ist deutlich schneller unterwegs als beispielsweise Blaptica dubia.

Paraplecta minutissima

Paraplecta minutissima zählt zu den kleinsten Schabenarten im Hobby und eignet sich dadurch hervorragend für kleinere Terrarientiere.

Gerade Jungtiere oder kleinere Arten profitieren von der geringen Körpergröße.

Geeignet für:

  • kleinere Mantiden
  • Jungtiere
  • kleine Amphibien
  • kleinere Vogelspinnen

Vorteile:

  • sehr klein
  • ideal für kleine Mäuler
  • einfache Haltung
  • interessante Alternative zu klassischen Mikro-Futtertieren

Nocticola vagus

Die Nocticola vagus ist eine sehr kleine, tropische Schabenart und besonders für kleinere Terrarientiere interessant.

Durch ihre geringe Größe und versteckte Lebensweise eignen sie sich gut als ergänzendes Futtertier oder für kleinere Arten.

Geeignet für:

  • Pfeilgiftfrösche
  • kleine Mantiden
  • Jungtiere
  • kleine Vogelspinnen

Vorteile:

  • sehr kleine Größe
  • gut für kleinere Terrarientiere
  • tropische Art
  • spannende Alternative zu klassischen Futtertieren

Gromphadorhina portentosa (Madagaskar-Fauchschabe)

Die Madagaskar-Fauchschabe gehört zu den größten Schabenarten in der Terraristik. Aufgrund ihrer Größe und ihres kräftigen Körperbaus eignet sie sich vor allem für größere Terrarientiere sowie als abwechslungsreiches Futter für adulte Tiere.

Neben ihrer Verwendung als Futtertier wird sie auch häufig als Beobachtungs- und Zuchttier gehalten.

Geeignet für:

  • große Vogelspinnen
  • größere Reptilien
  • größere Amphibien

Vorteile:

  • sehr groß und nahrhaft
  • ruhige Art
  • flugunfähig
  • einfache Haltung und Nachzucht

Hinweis: Aufgrund ihrer Größe eignet sich die Madagaskar-Fauchschabe nicht für kleinere Terrarientiere oder Jungtiere. Sie wird daher meist als gelegentliches Futtertier oder als eigene Zucht- und Beobachtungsart gehalten.

Sind Schaben für Pfeilgiftfrösche geeignet?

Kleine Schabenarten können eine sinnvolle Ergänzung in der Ernährung von Pfeilgiftfröschen sein. Besonders sehr kleine Arten wie Nocticola vagus oder Paraplecta minutissima eignen sich für kleinere Frösche, Geckos oder Jungtiere.

Größere Schabenarten wie Blaptica dubia oder Shelfordella lateralis sind hingegen eher für größere Amphibien oder andere Terrarientiere geeignet.

Schaben sollten dabei immer:

  • in passender Größe gewählt werden
  • abwechslungsreich gefüttert werden
  • mit Vitamin- und Mineralstoffpräparaten ergänzt werden

Fazit

Schaben gehören zu den vielseitigsten Futtertieren in der Terraristik und lassen sich je nach Art für unterschiedlichste Tiere einsetzen.

Während größere Arten wie Gromphadorhina portentosa, Blaptica dubia oder Shelfordella lateralis vor allem für größere Terrarientiere geeignet sind, bieten sehr kleine Arten wie Paraplecta minutissima oder Nocticola vagus spannende Möglichkeiten für kleinere Arten und Jungtiere.

Meine Futtertiere:
Hier kannst du meine aktuell verfügbaren Schabenarten entdecken und passende Futtertiere für deine Terrarientiere finden.

Passende Themen