Wie setzt man Springschwänze ins Terrarium ein?
Springschwänze werden häufig als Bestandteil der Bodenpolizei in bioaktiven Terrarien eingesetzt. Dort leben sie überwiegend im und auf dem Bodengrund und verwerten unter anderem Pilze, Mikroorganismen und sich zersetzendes organisches Material.
Das Einsetzen ist grundsätzlich unkompliziert. Ich verteile die Springschwänze an mehreren geeigneten Stellen im Terrarium und gebe ihnen anschließend Zeit, sich selbstständig im Bodengrund auszubreiten.
Wann sollte man Springschwänze ins Terrarium einsetzen?
Ich setze Springschwänze gerne bereits während der Einlaufphase eines neuen Terrariums ein. So können sie sich etablieren, bevor die eigentlichen Terrarientiere einziehen.
Das hat insbesondere bei Tieren einen Vorteil, die Springschwänze selbst als Nahrung nutzen. Ist bereits eine Population im Bodengrund vorhanden, besteht sie nicht ausschließlich aus den Springschwänzen, die später regelmäßig neu ins Terrarium gegeben werden.
Aber auch ein bereits besetztes Terrarium kann nachträglich mit Springschwänzen angeimpft werden.
Wo setzt man Springschwänze am besten ein?
Ich gebe Springschwänze bevorzugt an feuchte und geschützte Stellen im Terrarium. Geeignet sind beispielsweise Bereiche zwischen Laub, Moos, Holzstücken oder anderen Strukturen am Boden.
Statt alle Springschwänze auf einen einzigen Punkt zu geben, können sie auch auf mehrere Bereiche des Terrariums verteilt werden. Von dort aus breiten sie sich mit der Zeit selbstständig aus.
Wichtig ist vor allem, dass geeignete feuchte Rückzugsbereiche vorhanden sind. Ein vollständig austrocknender Bodengrund bietet entsprechend schlechte Voraussetzungen für eine dauerhafte Population.
Wie bekommt man Springschwänze aus dem Zuchtansatz?
Wie einfach sich Springschwänze entnehmen lassen, hängt auch vom verwendeten Zuchtsubstrat ab.
Ich bevorzuge die Haltung auf Holzkohle, weil sich die Springschwänze davon vergleichsweise einfach entnehmen lassen. Die Tiere können von den Kohleteilen in das Terrarium beziehungsweise zunächst in einen geeigneten Behälter abgeschüttelt oder abgeklopft werden.
Bei einem Ansatz auf Erde ist eine saubere Entnahme schwieriger. Hier landet schnell ein Teil des Substrats zusammen mit den Springschwänzen im Terrarium, was beim Animpfen allerdings normalerweise weniger problematisch ist als bei der gezielten Entnahme als Futtertier. Am besten pustet man die Tiere aus dem Zuchtbehälter ins Terrarium. Alternativ kann man einen Köder nutzen, z.B. einen Pilz, den man am Tag vorher zu den Springschwänzen legt und auf dem sie sich dann sammeln.
Wie viele Springschwänze sollte man einsetzen?
Eine allgemeingültige Anzahl gibt es meiner Erfahrung nach nicht. Wie viele Springschwänze sinnvoll sind, hängt unter anderem von der Größe des Terrariums und davon ab, wie schnell sich eine Population etablieren soll.
Ich würde beim Animpfen eines neuen Terrariums nicht versuchen, einzelne Tiere abzuzählen. Sinnvoller ist eine ausreichend große Startpopulation, die anschließend Zeit bekommt, sich im Terrarium zu vermehren.
Gerade bei größeren Terrarien kann es sinnvoll sein, die Springschwänze auf mehrere Stellen zu verteilen.
Muss man Springschwänze nach dem Einsetzen füttern?
In einem bioaktiven Terrarium finden Springschwänze bereits verschiedene Nahrungsquellen. Dazu gehören beispielsweise Pilze, Mikroorganismen und sich zersetzendes organisches Material.
Eine zusätzliche Fütterung kann trotzdem sinnvoll sein, wenn die Population gezielt unterstützt werden soll. Dabei würde ich nur kleine Mengen anbieten und darauf achten, dass keine größeren Futterreste im feuchten Terrarium liegen bleiben.
Wie lange dauert es, bis sich Springschwänze im Terrarium vermehren?
Wie schnell sich eine Population entwickelt, lässt sich nicht pauschal vorhersagen. Temperatur, Feuchtigkeit, Nahrungsangebot und die Größe der eingesetzten Startpopulation spielen dabei eine Rolle.
Gerade nach dem ersten Einsetzen sollte man außerdem nicht davon ausgehen, dass ständig große Mengen Springschwänze sichtbar sein müssen. Viele Tiere halten sich im Bodengrund, unter Laub oder zwischen anderen Strukturen auf.
Dass nur wenige Springschwänze offen zu sehen sind, bedeutet deshalb nicht automatisch, dass die Population verschwunden ist.
Kann man Springschwänze zusammen mit Asseln einsetzen?
Springschwänze und Asseln können gemeinsam als Bodenpolizei eingesetzt werden. Ich verwende diese Kombination auch in meinen bioaktiven Terrarien.
Dabei übernehmen die Tiere nicht exakt dieselbe Aufgabe. Durch ihre unterschiedliche Größe und Lebensweise ergänzen sie sich bei der Verwertung organischen Materials.
Muss man später weitere Springschwänze nachsetzen?
Hat sich eine stabile Population im Terrarium entwickelt, muss nicht automatisch regelmäßig ein neuer Zuchtansatz eingebracht werden.
Ob ein Nachsetzen sinnvoll ist, hängt vom jeweiligen Terrarium ab. Gerade wenn Springschwänze gleichzeitig als Futtertiere dienen, kann der Bestand durch die Bewohner stärker reduziert werden.
Ich halte deshalb unabhängig von den Populationen in meinen Terrarien separate Zuchtansätze. Dadurch kann ich bei Bedarf jederzeit weitere Springschwänze einsetzen oder gezielt verfüttern.
Können zu viele Springschwänze ins Terrarium eingesetzt werden?
Beim normalen Animpfen eines bioaktiven Terrariums würde ich mir über eine exakt berechnete Anzahl keine großen Gedanken machen. Wie groß die Population langfristig wird, hängt ohnehin davon ab, welche Bedingungen und wie viel Nahrung sie im Terrarium vorfindet.
Wichtiger ist für mich deshalb, dass die Springschwänze geeignete Bedingungen vorfinden und sich zunächst etablieren können.
Fazit
Springschwänze lassen sich unkompliziert in ein bioaktives Terrarium einsetzen. Ich verteile sie bevorzugt auf mehrere feuchte und geschützte Bereiche, beispielsweise zwischen Laub, Moos und anderen Strukturen am Boden.
Besonders praktisch ist es, Springschwänze bereits während der Einlaufphase einzusetzen. Dadurch haben sie Zeit, sich im Bodengrund auszubreiten und eine Population aufzubauen, bevor die eigentlichen Terrarientiere einziehen.
Zusätzlich halte ich weiterhin separate Zuchtansätze. So bin ich nicht ausschließlich von der Population im Terrarium abhängig und kann bei Bedarf jederzeit weitere Springschwänze nachsetzen oder als Futtertiere verwenden.
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