Was fressen Springschwänze?
Springschwänze sind kleine Bodenbewohner, die sich unter anderem von Pilzen, Mikroorganismen und sich zersetzendem organischem Material ernähren. Im Terrarium finden sie deshalb einen Teil ihrer Nahrung ganz von selbst.
In einer separaten Springschwanzzucht ist eine zusätzliche Fütterung sinnvoll. Dabei braucht es keine großen Futtermengen: Springschwänze sind winzig und entsprechend schnell ist zu viel Futter im Ansatz.
Was kann man Springschwänzen füttern?
Für die Zucht eignen sich verschiedene Futtermittel. Häufig verwendet werden beispielsweise:
- Trockenhefe
- Fischfutter
- fein gemahlenes Getreide oder Getreideprodukte
- spezielles Springschwanzfutter
Entscheidend ist weniger ein bestimmtes Futtermittel als eine sparsame und regelmäßige Fütterung. Das Futter sollte für die Tiere gut erreichbar sein und nicht dauerhaft in großen Mengen im Ansatz liegen bleiben.
Trockenhefe als Futter für Springschwänze
Ein sehr einfaches Futter für Springschwänze ist Trockenhefe. Sie lässt sich gut dosieren und in kleinen Mengen auf der Oberfläche des Ansatzes verteilen.
Gerade bei kleinen Zuchtansätzen reicht bereits sehr wenig davon aus. Erst wenn das vorhandene Futter weitgehend verschwunden ist, gebe ich erneut etwas hinzu.
Können Springschwänze Fischfutter fressen?
Auch Fischfutter kann von Springschwänzen beziehungsweise den Mikroorganismen innerhalb des Ansatzes verwertet werden. Flockenfutter lässt sich dafür beispielsweise fein zerreiben.
Wie bei anderen Futtermitteln sollte auch hier nur eine kleine Menge verwendet werden. Größere Futterreste können in der feuchten Umgebung schnell verderben.
Wie oft sollte man Springschwänze füttern?
Ich orientiere mich weniger an einem festen Zeitplan als am Zustand des Ansatzes. Ist noch deutlich Futter vorhanden, muss nicht bereits die nächste Portion hinzugegeben werden.
Wie häufig gefüttert werden muss, hängt außerdem von der Größe und Produktivität der Kultur ab. Ein dichter, gut laufender Ansatz kann entsprechend mehr Futter verwerten als eine frisch gestartete kleine Population.
Kann man Springschwänze überfüttern?
Bei der Springschwanzzucht ist zu viel Futter häufig problematischer als etwas zu wenig. Die Ansätze werden meist sehr feucht gehalten. Bleiben dort größere Mengen Futter liegen, können sie schimmeln oder verderben.
Deshalb füttere ich lieber sparsam und gebe bei Bedarf erneut etwas hinzu. So lässt sich die Futtermenge auch leichter an die jeweilige Population anpassen.
Was fressen Springschwänze im Terrarium?
In einem bioaktiven Terrarium leben Springschwänze unter anderem von Mikroorganismen, Pilzen und abgestorbenem organischem Material. Dadurch sind sie ein wichtiger Bestandteil der sogenannten Bodenpolizei.
Zusammen mit Asseln helfen sie dabei, organisches Material zu verwerten. Gleichzeitig dienen Springschwänze bei entsprechend kleinen Terrarientieren selbst als Nahrung. Gerade bei Pfeilgiftfröschen und deren Jungtieren sind sie deshalb besonders praktisch: Sie können sowohl Bestandteil des bioaktiven Systems als auch zusätzliches Lebendfutter sein.
Muss man Springschwänze im Terrarium zusätzlich füttern?
Eine etablierte Springschwanzpopulation findet in einem gut eingefahrenen bioaktiven Terrarium normalerweise bereits zahlreiche Nahrungsquellen.
Ob eine zusätzliche Fütterung sinnvoll ist, hängt allerdings vom Terrarium und der Größe der Population ab. Wer die Springschwänze gezielt vermehren möchte, kann gelegentlich sehr kleine Mengen geeignetes Futter anbieten. Dabei würde ich auch im Terrarium eher zu wenig als zu viel geben.
Fazit
Springschwänze ernähren sich unter anderem von Pilzen, Mikroorganismen und zersetzendem organischem Material. In einem bioaktiven Terrarium finden sie deshalb viele Nahrungsquellen von selbst.
In der Zucht können sie zusätzlich beispielsweise mit Trockenhefe oder fein zerriebenem Fischfutter versorgt werden. Wichtig ist dabei vor allem die Menge: Ich füttere lieber sparsam und gebe erst neues Futter hinzu, wenn die vorherige Portion weitgehend verschwunden ist.
So lässt sich die Fütterung an die Größe der jeweiligen Kultur anpassen und es bleiben nicht unnötig große Futtermengen im feuchten Ansatz zurück.
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