Wie oft sollte man Jungferngeckos füttern?

Jungferngeckos (Lepidodactylus lugubris) sind kleine, überwiegend dämmerungs- und nachtaktive Geckos, die sowohl tierische Nahrung als auch weiche, fruchtbasierte Nahrung aufnehmen. Doch wie oft muss man Jungferngeckos eigentlich füttern? Jeden Tag, alle zwei Tage oder reicht sogar noch seltener?

Die Antwort hängt unter anderem vom Alter, der Kondition und dem Nahrungsangebot im Terrarium ab. Auch die Frage, ob regelmäßig noch Futter vorhanden ist, spielt eine wichtige Rolle.

Wie oft füttere ich meine Jungferngeckos?

Ich füttere meine Jungferngeckos normalerweise alle zwei Tage. Dabei biete ich ihnen sowohl einen geeigneten Futterbrei als auch Fruchtfliegen und Bohnenkäfer an.

Das bedeutet allerdings nicht, dass die Tiere an den Tagen dazwischen nichts zu fressen bekommen.

Im Terrarium befinden sich häufig noch Fruchtfliegen und Käfer von der vorherigen Fütterung. Auch vom Brei ist teilweise noch etwas vorhanden. Zusätzlich leben Asseln im Terrarium, die gelegentlich ebenfalls als Nahrung dienen können.

Meine Jungferngeckos haben also auch zwischen den eigentlichen Fütterungen die Möglichkeit, Nahrung aufzunehmen.

Für meine ausgewachsenen Tiere hat sich dieser Rhythmus bewährt. Entscheidend ist für mich dabei nicht nur, wie oft ich neues Futter anbiete, sondern auch, wie die Tiere konditioniert sind und wie viel Nahrung tatsächlich zur Verfügung steht.

Müssen Jungferngeckos jeden Tag gefüttert werden?

Ausgewachsene Jungferngeckos müssen nicht zwangsläufig täglich neu gefüttert werden.

Bei gesunden adulten Tieren kann eine Fütterung alle zwei bis drei Tage ein sinnvoller Ausgangspunkt sein. Dabei kommt es allerdings darauf an, welche Futtermengen angeboten werden und ob die Geckos zwischenzeitlich weitere Nahrung finden.

Ein Terrarium, in dem sich noch lebende Futterinsekten befinden, unterscheidet sich deutlich von einer sehr übersichtlich eingerichteten Box, in der nach jeder Fütterung sämtliche Futterreste entfernt werden.

Deshalb würde ich den Fütterungsrhythmus immer an die tatsächlichen Bedingungen anpassen, statt mich ausschließlich an einem festen Zeitplan zu orientieren.

Wie oft sollte man Jungferngecko-Jungtiere füttern?

Junge Jungferngeckos wachsen noch und haben im Verhältnis zu ihrer Körpergröße einen hohen Energiebedarf.

Deshalb sollten Jungtiere häufiger Nahrung erhalten als ausgewachsene Tiere. Eine tägliche Fütterung beziehungsweise ein täglich kontrolliertes, gut verfügbares Nahrungsangebot ist bei sehr jungen Geckos sinnvoll.

Geeignet sind entsprechend kleine Futterinsekten, beispielsweise kleine Fruchtfliegen. Auch geeigneter Futterbrei kann ergänzend angeboten werden.

Wichtig ist, dass die Futtertiere zur Größe der Jungferngeckos passen und die kleinen Geckos tatsächlich ausreichend Nahrung aufnehmen können.

Gerade bei frisch geschlüpften Jungferngeckos sollte man die Entwicklung und den Ernährungszustand besonders aufmerksam beobachten.

Was fressen Jungferngeckos?

Jungferngeckos ernähren sich nicht ausschließlich von Insekten. Neben kleinen Wirbellosen nehmen sie auch weiche, süße Nahrung auf.

In der Terrarienhaltung lassen sich deshalb verschiedene Futtersorten kombinieren.

Fruchtfliegen und andere kleine Futtertiere

Fruchtfliegen der Gattung Drosophila gehören zu den klassischen Futtertieren für Jungferngeckos. Sie sind klein, leicht verfügbar und werden von vielen Tieren gut angenommen.

Je nach Größe der Geckos können auch andere geeignete kleine Futterinsekten angeboten werden.

Eine abwechslungsreiche Auswahl ist sinnvoll, damit die Ernährung nicht dauerhaft auf einer einzigen Futtertierart basiert.

Futterbrei für Geckos

Neben Futterinsekten biete ich meinen Jungferngeckos regelmäßig einen geeigneten Gecko-Futterbrei an.

Solche Futtermittel können eine praktische Ergänzung darstellen. Dabei sollte auf die Zusammensetzung geachtet werden, denn nicht jeder Fruchtbrei ist als ausgewogenes Futtermittel für Geckos geeignet.

Insbesondere reine Fruchtpürees sind nicht mit einem speziell für Geckos entwickelten Allein- oder Ergänzungsfuttermittel gleichzusetzen.

Asseln im Terrarium

In meinen Terrarien leben außerdem Asseln, die vor allem als Bodenpolizei eingesetzt werden.

Sie verwerten organische Reste und tragen damit zur biologischen Aktivität im Terrarium bei.

Gleichzeitig können kleine Asseln von Jungferngeckos erbeutet werden. Dadurch entsteht ein zusätzliches Nahrungsangebot, das nicht unmittelbar an meine regulären Fütterungszeiten gebunden ist.

Allerdings sollte man sich nicht darauf verlassen, dass die Asseln allein einen wesentlichen Teil des Nahrungsbedarfs decken.

Wie lange darf Futterbrei im Terrarium bleiben?

Dass meine Jungferngeckos auch zwischen den Fütterungen noch Futterbrei vorfinden, bedeutet nicht, dass ich diesen unbegrenzt im Terrarium lasse.

Gerade in einem warmen, feuchten Terrarium kann angerührter Brei schnell verderben oder mikrobiell belastet werden.

Deshalb sollten die Herstellerangaben zur Standzeit beachtet und Reste rechtzeitig entfernt werden. Bei vielen angerührten Gecko-Futtermitteln ist ein Austausch spätestens nach etwa 24 Stunden sinnvoll, bei Wärme oder sichtbarer Verunreinigung auch früher.

Frischer Brei sollte nicht einfach mit alten Resten vermischt werden. Futterschalen lassen sich bei Bedarf leicht reinigen und neu befüllen.

Brauchen Jungferngeckos zusätzlich Calcium und Vitamine?

Ja. Eine ausreichende Versorgung mit Calcium und weiteren wichtigen Nährstoffen ist für Jungferngeckos unverzichtbar.

Besonders die Calciumversorgung spielt eine große Rolle, da sich Jungferngeckos durch Jungfernzeugung fortpflanzen können und die Weibchen regelmäßig Eier bilden.

Futterinsekten sollten deshalb mit geeigneten Mineralstoff- und Vitaminpräparaten ergänzt werden. Wie häufig welches Präparat verwendet wird, hängt von der Ernährung, der UVB-Beleuchtung und der Zusammensetzung der Ergänzungsmittel ab.

Auch bei Futterbrei sollte berücksichtigt werden, ob dieser bereits Calcium und Vitamine enthält, damit es nicht zu einer unnötigen Überversorgung kommt.

Woran erkenne ich, ob meine Jungferngeckos genug fressen?

Nicht jeder Jungferngecko frisst gleich viel. Deshalb orientiere ich mich nicht ausschließlich daran, wie viele Fruchtfliegen nach einer Fütterung noch im Terrarium unterwegs sind.

Wichtiger ist der allgemeine Zustand der Tiere.

Gesunde Jungferngeckos sollten aufmerksam und beweglich sein sowie eine zur Art passende Körperkondition aufweisen.

Ein dauerhaft eingefallener Körper, deutlich hervortretende Knochen oder ein fortschreitender Gewichtsverlust können Hinweise darauf sein, dass ein Tier nicht ausreichend Nahrung aufnimmt oder gesundheitliche Probleme hat.

Umgekehrt sollte man auch eine übermäßige Fütterung vermeiden.

Bei auffälligen Veränderungen ist es sinnvoll, die Futteraufnahme gezielt zu kontrollieren und gegebenenfalls einen reptilienkundigen Tierarzt hinzuzuziehen.

Fazit

Bei ausgewachsenen Jungferngeckos kann eine Fütterung alle zwei bis drei Tage gut funktionieren, wenn ausreichend Nahrung angeboten wird und die Tiere eine gesunde Körperkondition aufweisen.

Ich selbst füttere meine Jungferngeckos alle zwei Tage mit Futterbrei und Fruchtfliegen. Da häufig noch lebende Futtertiere vorhanden sind und zusätzlich Asseln im Terrarium leben, können die Geckos auch zwischen den Fütterungen Nahrung aufnehmen.

Jungtiere sollten dagegen häufiger, in der Regel täglich, Zugang zu geeignetem Futter haben.

Letztlich ist nicht nur entscheidend, wie oft neues Futter ins Terrarium kommt, sondern ob die Jungferngeckos dauerhaft ausreichend und ausgewogen ernährt werden.

Passende Themen