Wie oft sollte man Asseln füttern?

Asseln gelten als unkomplizierte Pfleglinge und werden häufig als Resteverwerter oder Bodenpolizei eingesetzt. Trotzdem benötigen auch sie ausreichend Nahrung. Wie häufig zusätzlich gefüttert werden sollte, lässt sich allerdings nicht pauschal mit „einmal täglich“ oder „zweimal pro Woche“ beantworten.

Entscheidend sind unter anderem die Größe der Population, die Asselart und die Menge an natürlicher Nahrung, die im Behälter zur Verfügung steht.

Was fressen Asseln überhaupt?

Landasseln ernähren sich überwiegend von abgestorbenem und sich zersetzendem organischem Material. In einer Asselzucht gehören deshalb vor allem Laub und weißfaules Holz zu den wichtigsten Nahrungsgrundlagen.

Diese sollten dauerhaft zur Verfügung stehen und nicht erst angeboten werden, wenn die letzte Portion vollständig verschwunden ist.

Zusätzlich können Asseln mit verschiedenen Futtermitteln versorgt werden. Dazu gehören beispielsweise Gemüse, Fischfutter oder spezielles Asselfutter. Auch proteinreiches Zusatzfutter wird von vielen Arten gerne angenommen.

Dabei sollte man allerdings zwischen der permanent vorhandenen Grundnahrung und einer gezielten Zufütterung unterscheiden.

Wie häufig sollte man zusätzlich füttern?

Für viele Asselzuchten ist es ausreichend, ein- bis zweimal pro Woche kleinere Mengen Zusatzfutter anzubieten. Das ist allerdings nur ein Ausgangspunkt und keine feste Regel.

Eine große, stark wachsende Population kann angebotene Nahrung innerhalb kurzer Zeit vollständig verwerten und entsprechend häufiger gefüttert werden. Bei einem kleinen Zuchtansatz kann dieselbe Futtermenge dagegen mehrere Tage liegen bleiben.

Die sinnvollste Fütterungsfrequenz ergibt sich deshalb aus der Beobachtung der eigenen Tiere.

Woran erkennt man die richtige Futtermenge?

Zusätzliches Futter sollte von den Asseln relativ zügig angenommen und verwertet werden. Ist beim nächsten Füttern noch ein großer Teil der vorherigen Portion vorhanden, war die Menge wahrscheinlich zu groß oder der Abstand zwischen den Fütterungen zu kurz.

Ist dagegen jedes Mal nach kurzer Zeit alles verschwunden und die Population entsprechend groß, kann die Futtermenge oder die Häufigkeit vorsichtig erhöht werden.

Gerade bei einer wachsenden Asselzucht verändert sich der Futterbedarf mit der Zeit. Eine Menge, die für einen kleinen Ansatz ausgereicht hat, kann einige Monate später deutlich zu wenig sein.

Kann man Asseln überfüttern?

Das eigentliche Problem einer zu großzügigen Fütterung sind häufig weniger die Asseln selbst als die liegen gebliebenen Futterreste.

Besonders frisches Gemüse oder anderes feuchtes Futter kann schimmeln oder unerwünschte Begleitorganismen fördern. Auch Milben und Trauermücken können von einem dauerhaft großen Nahrungsangebot profitieren.

Deshalb ist es meist sinnvoller, zunächst kleinere Mengen anzubieten und diese bei Bedarf zu erhöhen.

Trockenes Zusatzfutter lässt sich ebenfalls gezielt dosieren. Auch hier sollte allerdings nicht ständig eine dicke Futterschicht im Behälter liegen.

Müssen Asseln täglich gefüttert werden?

Normalerweise nicht. Befinden sich ausreichend Laub und weißfaules Holz im Behälter, steht den Asseln ohnehin permanent Nahrung zur Verfügung.

Zusatzfutter ist genau das: eine Ergänzung zur vorhandenen Grundnahrung.

Deshalb ist es auch kein Problem, wenn zwischen zwei zusätzlichen Fütterungen mehrere Tage liegen. Eine gut eingerichtete Asselzucht sollte nicht davon abhängig sein, dass täglich neues Futter hineingegeben wird.

Wie sieht es bei Asseln im Terrarium aus?

Bei Asseln als Bodenpolizei lässt sich die Fütterung noch weniger nach einem festen Zeitplan bestimmen. Dort stehen ihnen zusätzlich abgestorbene Pflanzenteile, Futterreste der Terrarientiere und anderes organisches Material zur Verfügung.

Trotzdem sollte ausreichend Laub vorhanden sein. Je nach Besatz und Terrarium kann außerdem gelegentlich gezielt zugefüttert werden.

Dabei gilt ebenfalls: Beobachten, wie schnell das angebotene Futter verschwindet, statt nach einem starren Kalender zu füttern.

Protein als Zusatzfutter

Viele Asselarten nehmen gerne proteinreiches Futter an. Dafür können beispielsweise geeignete Fischfuttersorten oder andere tierische Futtermittel verwendet werden.

Wie häufig Protein angeboten werden sollte, hängt ebenfalls von Art und Population ab. Eine pauschale tägliche Proteinfütterung ist nicht notwendig.

Auch hier empfiehlt es sich, mit kleinen Mengen zu beginnen und zu beobachten, wie stark das Futter angenommen wird.

Was ist im Urlaub?

Eine etablierte Asselzucht muss normalerweise nicht täglich betreut werden. Sind ausreichend Laub und morsches Holz vorhanden und stimmt die Feuchtigkeit, können einige Tage ohne zusätzliches Futter problemlos überbrückt werden.

Vor einer Abwesenheit sollte deshalb nicht einfach eine besonders große Menge leicht verderblichen Futters in die Box gegeben werden. Das kann mehr Probleme verursachen, als es löst.

Stattdessen ist vor allem wichtig, dass genügend dauerhafte Grundnahrung vorhanden ist und der Feuchtigkeitsgradient während der Abwesenheit erhalten bleibt.

Fazit

Asseln müssen normalerweise nicht täglich zusätzlich gefüttert werden. Für viele Zuchten sind ein bis zwei kleinere Fütterungen pro Woche ein sinnvoller Ausgangspunkt.

Viel wichtiger als ein fester Fütterungsplan ist jedoch die Beobachtung der Population. Bleibt regelmäßig Futter übrig, sollte weniger gefüttert werden. Verschwindet es sehr schnell, kann die Menge oder Häufigkeit erhöht werden.

Laub und morsches Holz sollten unabhängig davon dauerhaft zur Verfügung stehen. Dadurch besitzen die Asseln eine kontinuierliche Nahrungsgrundlage und sind nicht auf die nächste zusätzliche Fütterung angewiesen.

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