Pfeilgiftfrösche sind kleine, aktive Jäger, die sich in der Natur überwiegend von winzigen Wirbellosen ernähren. Auch in der Terrarienhaltung benötigen sie abwechslungsreiches Lebendfutter in passender Größe, um gesund zu bleiben und sich natürlich zu verhalten.
Je nach Art, Größe und Alter unterscheiden sich die Anforderungen an das Futter. Jungtiere benötigen deutlich kleinere Futtertiere als adulte Frösche und profitieren oft von häufigeren Fütterungen.
Geeignete Futtertiere für Pfeilgiftfrösche
Für die Haltung von Pfeilgiftfröschen haben sich insbesondere folgende Futtertiere bewährt:
Fruchtfliegen (Drosophila)
Fruchtfliegen gehören zu den wichtigsten Futtertieren in der Pfeilgiftfrosch-Haltung. Besonders häufig werden flugunfähige Zuchtformen genutzt.
- Drosophila melanogaster (kleiner, ideal für Jungtiere und kleinere Arten)
- Drosophila hydei (größer, eher für adulte Tiere)
Fruchtfliegen sind einfach zu verfüttern, gut verfügbar und eignen sich hervorragend für die regelmäßige Versorgung. Auch lassen sie sich wirklich sehr einfach selbst nachzüchten.
Springschwänze
Springschwänze eignen sich besonders gut für Jungfrösche und kleinere Arten. Gleichzeitig dienen sie als dauerhaftes Mikrofauna-System im Terrarium und helfen dabei, Futterreste und organisches Material zu verwerten.
Weiße Asseln / Zwergasseln
Kleine Asselarten wie weiße Asseln werden teilweise ebenfalls aufgenommen und tragen gleichzeitig zur Reinigung des Bodens bei. Sie ersetzen jedoch keine gezielte Fütterung. Größere Frosch-Arten können auch mit größeren Asseln wie Porcellionides pruinosus gefüttert werden.
Blattläuse, Bohnenkäfer & kleine Insekten
Je nach Art und Größe der Frösche können gelegentlich auch andere kleine Futtertiere angeboten werden, beispielsweise:
- Erbsenblattläuse
- Wickenblattläuse
- Bohnenkäfer
- kleine Ofenfischchen
- Mikroheimchen (nur bei größeren Arten und vorsichtig)
Abwechslung kann helfen, das natürliche Jagdverhalten zu fördern.
Wie oft sollten Pfeilgiftfrösche gefüttert werden?
Die Fütterung hängt von Alter, Besatz und Art ab.
Als grobe Orientierung gilt (so mache ich es):
- Jungtiere: täglich oder nahezu täglich
- Adulte Tiere: alle zwei Tage
- Bei Jungtieraufzucht oder hoher Aktivität ggf. häufiger
Es ist kein Problem, wenn die Futtertiere mal einen Tag länger drin sind, solange nicht zu viele im Terrarium eingehen. So haben die Frösche auch an den Tagen zwischen den Fütterungen noch etwas zu jagen.
Vitamine und Mineralstoffe
Da Terrarientiere nicht dieselbe natürliche Nahrungsauswahl wie in der Natur erhalten, sollte das Futter regelmäßig mit geeigneten Vitamin- und Mineralstoffpräparaten ergänzt werden.
Bewährt haben sich insbesondere:
- Calcium-Präparate wie das Herpetal Mineral + D3
- Vitaminpulver für Amphibien wie das Herpetal Amphib
Eine ausgewogene Supplementierung ist besonders wichtig für Wachstum, Häutung und langfristige Gesundheit. Ich biete die nötigen Supplemente auch als Amphibien Mineral Starter-Set an.
Häufige Fehler bei der Fütterung
Gerade Anfänger unterschätzen häufig die Bedeutung passender Futtergröße und Abwechslung.
Typische Fehler sind:
- zu große Futtertiere
- zu einseitige Ernährung
- fehlende Supplementierung
- zu seltene Fütterung von Jungtieren
- dauerhaft im Terrarium verbleibende Futterreste
Fazit
Pfeilgiftfrösche benötigen regelmäßig kleine, geeignete Lebendfuttertiere und profitieren von einer abwechslungsreichen Ernährung. Besonders Fruchtfliegen, Springschwänze und andere kleine Futterinsekten haben sich in der Haltung bewährt.
Mit passender Futtergröße, regelmäßiger Supplementierung und abwechslungsreicher Ernährung lassen sich Pfeilgiftfrösche langfristig gesund und aktiv halten.
Meine Futtertiere
Auch ich biete einige Futtertiere an:
Passende Themen
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- Wie oft sollte man Pfeilgiftfrösche füttern?
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- Vergesellschaftung von Pfeilgiftfröschen
- Wie laut sind Pfeilgiftfrösche?
Empfohlene Produkte
-
Bodenpolizei Starter-Set
Ursprünglicher Preis war: 6,50€6,00€Aktueller Preis ist: 6,00€. -
Epipedobates anthonyi
30,00€ – 45,00€ -
Oophaga pumilio „Colon“
120,00€ -
Weiße Asseln (Trichorhina tomentosa)
3,50€ -
Weiße Springschwänze (Collembola sp.)
3,00€ -
Nocticola vagus (ehemals Nocticola sp. „Malaysia“)
5,00€





