Wie erkennt man Jungferngecko-Eier?
Wer Jungferngeckos (Lepidodactylus lugubris) hält, kann früher oder später kleine weiße Eier im Terrarium entdecken. Da sich diese Geckos ohne Männchen fortpflanzen können, ist Nachwuchs auch in einer reinen Weibchengruppe möglich. Doch wie sehen Jungferngecko-Eier aus, wo werden sie abgelegt und woran erkennt man, ob sich darin ein Jungtier entwickelt?
Wie sehen Jungferngecko-Eier aus?
Die Eier von Jungferngeckos sind klein, weißlich und annähernd rund bis leicht oval. Anders als die weichen Eier vieler anderer Reptilien besitzen sie eine feste, kalkhaltige Schale.
Typische Merkmale sind:
- Eine weiße bis cremefarbene Schale
- Eine feste, relativ glatte Oberfläche
- Eine rundliche bis leicht ovale Form
- Häufig zwei direkt nebeneinanderliegende Eier
- Eine feste Verbindung mit dem Untergrund
Jungferngeckos legen normalerweise zwei Eier pro Gelege. Gelegentlich kann es auch nur ein einzelnes Ei sein.
Wo legen Jungferngeckos ihre Eier ab?
Jungferngeckos verstecken ihre Eier gerne an geschützten Stellen. Besonders häufig findet man sie an Terrarienscheiben, Korkrinde, Ästen, Pflanzen oder in schmalen Spalten.
Dabei werden die Eier direkt an den Untergrund geklebt. Sie liegen also normalerweise nicht lose auf dem Boden.
Wer nach Eiern sucht, sollte insbesondere schwer einsehbare Bereiche kontrollieren. Auch hinter Einrichtungsgegenständen oder unter Blättern können sich Gelege befinden.
Woran erkennt man, ob Jungferngecko-Eier gesund sind?
Frisch gelegte Eier besitzen normalerweise eine helle, feste Schale. Das allein sagt allerdings noch nicht sicher aus, ob sich ein Jungtier darin entwickelt.
Im Laufe der Entwicklung kann der Inhalt dunkler erscheinen, weil der Embryo wächst. Sind die Eier gut zugänglich, lassen sich mit einer geeigneten Lichtquelle unter Umständen Strukturen im Inneren erkennen.
Allerdings sind Jungferngecko-Eier durch ihre feste Schale nicht immer leicht zu durchleuchten. Ein fehlender sichtbarer Embryo bedeutet deshalb nicht automatisch, dass das Ei unentwickelt ist.
Deutliche Beschädigungen, ein Zusammenfallen der Schale oder Schimmelbildung können dagegen auf Probleme hindeuten. Einzelne Veränderungen sollten jedoch nicht vorschnell als Beweis dafür gewertet werden, dass ein Ei abgestorben ist.
Sollte man Jungferngecko-Eier entfernen?
In der Regel ist es am besten, die Eier an ihrem Ablageort zu belassen.
Jungferngeckos kleben ihre Eier sehr fest an den Untergrund. Versucht man, sie gewaltsam abzulösen, kann die Schale brechen und der Embryo verletzt werden.
Soll ein Gelege separat aufgezogen werden, ist es deshalb deutlich einfacher, einen beweglichen Gegenstand mitsamt den daran haftenden Eiern umzusetzen. Bei Eiern an einer fest verbauten Rückwand oder Terrarienscheibe ist das meist nicht möglich.
Alternativ lässt sich ein Gelege an Ort und Stelle mit einem geeigneten, belüfteten Behälter sichern, damit frisch geschlüpfte Jungtiere nicht unbemerkt im Terrarium verschwinden.
Wie lange dauert es, bis Jungferngeckos schlüpfen?
Die Entwicklungsdauer hängt insbesondere von der Temperatur ab. Unter üblichen Terrarienbedingungen dauert es häufig etwa zwei bis drei Monate, bis die Jungtiere schlüpfen. Bei niedrigeren Temperaturen kann die Entwicklung auch länger dauern.
Da die Eier fest mit dem Untergrund verbunden sind, können sie bei geeigneten Bedingungen direkt im Terrarium inkubiert werden.
Wichtig ist, dass die Eier nicht austrocknen und gleichzeitig nicht dauerhaft nass gehalten werden.
Fazit
Jungferngecko-Eier erkennt man vor allem an ihrer kleinen, weißlichen, festen Schale und daran, dass sie direkt an Scheiben, Pflanzen oder Einrichtungsgegenständen festkleben. Meist werden zwei Eier zusammen abgelegt.
Wer ein Gelege entdeckt, sollte es möglichst ungestört lassen. Die feste Verbindung mit dem Untergrund macht ein Ablösen riskant. Mit etwas Geduld und geeigneten Bedingungen können nach einigen Monaten kleine Jungferngeckos schlüpfen.
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