Wie vermehrt man Springschwänze?

Springschwänze lassen sich mit relativ wenig Aufwand selbst vermehren. Dafür braucht es vor allem einen geeigneten Zuchtbehälter, ein feuchtes Substrat, etwas Futter und einen bestehenden Springschwanzansatz als Startpopulation.

Ich halte meine Springschwänze in separaten Zuchtansätzen und kann daraus regelmäßig Tiere zum Verfüttern oder zum Animpfen neuer Terrarien entnehmen.

Was braucht man für eine Springschwanzzucht?

Für einen einfachen Zuchtansatz benötigt man nicht viel:

  • einen geeigneten Kunststoffbehälter
  • ein geeignetes Substrat
  • Wasser beziehungsweise ausreichend Feuchtigkeit
  • Futter
  • Springschwänze als Startpopulation

Als Substrat verwende ich derzeit bevorzugt Holzkohle. Springschwänze können auch auf Erde und anderen Substraten gehalten werden, bei Kohle lassen sie sich meiner Erfahrung nach aber wesentlich einfacher entnehmen.

Springschwanzzucht auf Kohle ansetzen

Für einen neuen Ansatz gebe ich Holzkohlestücke in einen geeigneten Behälter und halte diese ausreichend feucht. Anschließend werden Springschwänze aus einer bestehenden Kultur eingesetzt.

Dabei muss der neue Ansatz nicht sofort stark besetzt sein. Aus einer ausreichend großen Startpopulation kann sich mit der Zeit eine produktive Kultur entwickeln.

Wichtig ist anschließend vor allem, dass der Ansatz nicht austrocknet und regelmäßig kontrolliert wird.

Wie feucht müssen Springschwänze gehalten werden?

Springschwänze benötigen eine feuchte Umgebung. Gerade bei einer Haltung auf Kohle sollte deshalb darauf geachtet werden, dass im Ansatz dauerhaft ausreichend Feuchtigkeit vorhanden ist.

Gleichzeitig muss man aus dem Behälter kein Aquarium machen. Entscheidend ist, dass den Tieren dauerhaft feuchte Bereiche zur Verfügung stehen und das verwendete Substrat nicht vollständig austrocknet.

Wie schnell Wasser verloren geht, hängt unter anderem vom verwendeten Behälter und dessen Belüftung ab.

Was füttert man Springschwänzen?

In einer separaten Zucht müssen die Springschwänze regelmäßig mit geeigneter Nahrung versorgt werden. Dafür können beispielsweise Trockenhefe oder fein zerriebenes Fischfutter verwendet werden.

Ich füttere dabei lieber kleine Mengen und lege bei Bedarf nach. Wie viel Futter benötigt wird, hängt stark von der Größe der jeweiligen Population ab.

Wie oft muss eine Springschwanzzucht gefüttert werden?

Einen festen Fütterungsrhythmus halte ich nicht für notwendig. Stattdessen orientiere ich mich daran, wie schnell das vorhandene Futter im jeweiligen Ansatz verschwindet.

Ist noch deutlich Futter vorhanden, muss nicht bereits nachgelegt werden. Wird es dagegen von einer großen Population schnell verwertet, kann entsprechend häufiger gefüttert werden.

Wie schnell vermehren sich Springschwänze?

Wie schnell aus einem neuen Ansatz eine große Population wird, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu gehören unter anderem die Größe der Startpopulation, Temperatur, Feuchtigkeit und Futterangebot.

Deshalb würde ich einen neuen Ansatz nicht nach einer bestimmten Anzahl von Tagen als „fertig“ betrachten. Sinnvoller ist es, die Entwicklung der Population zu beobachten.

Sobald sich deutlich viele Springschwänze im Behälter befinden, können regelmäßig Tiere entnommen werden. Dabei sollte immer ein ausreichend großer Bestand im Zuchtansatz verbleiben.

Üblicherweise dauert es etwa 6 – 8 Wochen, bis man einen deutlichen Zuwachs in der Springschwanzkolonie sieht.

Wie entnimmt man Springschwänze aus der Zucht?

Die einfache Entnahme ist einer der Gründe, weshalb ich meine Springschwänze gerne auf Kohle halte.

Je nach Aufbau des Ansatzes können Springschwänze beispielsweise von den Kohleteilen abgeschüttelt beziehungsweise abgeklopft werden. Dadurch lassen sie sich entnehmen, ohne jedes Mal größere Mengen des eigentlichen Zuchtsubstrats mit ins Terrarium zu geben.

Die entnommenen Tiere können anschließend direkt verfüttert oder zum Aufbau einer Springschwanzpopulation in einem Terrarium verwendet werden.

Sollte man mehrere Springschwanzansätze gleichzeitig halten?

Wer regelmäßig größere Mengen Springschwänze benötigt, für den können mehrere voneinander getrennte Zuchtansätze sinnvoll sein.

Das hat für mich vor allem einen praktischen Vorteil: Ich bin nicht vollständig von einer einzigen Kultur abhängig. Entwickelt sich ein Ansatz einmal schlecht, steht noch eine weitere Population zur Verfügung.

Außerdem können einzelne Kulturen stärker beerntet werden, während sich andere wieder erholen.

Wann sollte man einen Springschwanzansatz teilen?

Hat sich eine Kultur stark vermehrt, kann ein Teil der Population genutzt werden, um einen weiteren Ansatz zu starten.

Dabei würde ich nicht versuchen, möglichst früh zu teilen. Eine bereits gut laufende und dicht besetzte Kultur bietet eine deutlich bessere Grundlage, um weitere Ansätze aufzubauen.

Fazit

Springschwänze lassen sich relativ unkompliziert selbst vermehren. Ein feuchter Zuchtansatz, eine ausreichend große Startpopulation und regelmäßige, sparsame Fütterung reichen aus, um mit der Zeit eine produktive Kultur aufzubauen.

Ich bevorzuge dafür Holzkohle, da sich die Springschwänze später besonders einfach aus dem Ansatz entnehmen lassen. Wichtig ist vor allem, die Kultur nicht austrocknen zu lassen und die Fütterung an die tatsächliche Populationsgröße anzupassen.

Wer regelmäßig Springschwänze als Futtertiere oder für bioaktive Terrarien benötigt, kann außerdem mehrere Ansätze parallel führen. So steht nicht nur mehr zur Verfügung, sondern die gesamte Zucht hängt auch nicht von einer einzigen Kultur ab.

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