Aufsitzerpflanzen im Terrarium richtig befestigen

Aufsitzerpflanzen spielen insbesondere in tropischen Terrarien eine wichtige Rolle. Farne, Bromelien und andere epiphytisch wachsende Pflanzen können Wurzeln, Rückwände und andere Strukturen begrünen und dadurch ein besonders natürliches Erscheinungsbild erzeugen.

Damit die Pflanzen anwachsen können, benötigen sie zunächst ausreichend Halt. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten.

Vorhandene Ritzen und Spalten nutzen

Meine bevorzugte Methode ist auch im Terrarium, zunächst die vorhandene Struktur der Einrichtung zu nutzen.

Rückwände, Kork, Äste und Wurzeln besitzen häufig Ritzen oder Vertiefungen, in denen Pflanzen befestigt werden können.

Das hat mehrere Vorteile:

  • kein zusätzliches Befestigungsmaterial
  • natürliches Erscheinungsbild
  • schnelle Befestigung
  • Pflanzen können später problemlos wieder entfernt werden

Die Pflanze sollte dabei ausreichend fest sitzen, ohne dass Wurzeln, Rhizom oder andere Pflanzenteile gequetscht werden.

Gerade bei der Gestaltung der Rückwand kann es sich deshalb lohnen, bereits beim Bau geeignete Pflanzplätze einzuplanen.

Aufsitzerpflanzen mit Zahnstochern befestigen

Findet eine Pflanze allein noch keinen ausreichenden Halt, verwende ich sehr gerne Zahnstocher als temporäre Fixierung.

Dabei wird der Zahnstocher nicht durch die Pflanze gestochen. Stattdessen wird er so in die Rückwand oder das Substrat gesteckt, dass er die Pflanze an ihrer Position hält.

Je nach Situation können auch mehrere Zahnstocher verwendet werden.

Diese Methode gefällt mir besonders gut, weil sie:

  • schnell umgesetzt ist,
  • kaum zusätzliches Material benötigt,
  • flexibel angepasst werden kann
  • und später problemlos wieder entfernt werden kann.

Sobald die Pflanze ausreichend angewachsen ist, wird die zusätzliche Fixierung nicht mehr benötigt.

Aufsitzerpflanzen aufbinden

Wie im Aquarium können Pflanzen auch im Terrarium mit Faden oder ähnlichem Material auf Ästen und Wurzeln befestigt werden.

Das eignet sich insbesondere für Stellen, an denen weder eine natürliche Spalte noch eine Möglichkeit zur Fixierung mit Zahnstochern vorhanden ist.

Die Pflanze wird dabei nur so fest angebunden, dass sie nicht verrutschen kann. Zu hoher Druck kann Pflanzenteile beschädigen.

Ich persönlich bevorzuge allerdings andere Methoden, da ich mit dem Aufbinden weniger gut zurechtkomme.

Können Aufsitzerpflanzen im Terrarium angeklebt werden?

Grundsätzlich werden auch in der Terraristik Pflanzen teilweise mit geeigneten Klebstoffen befestigt. Für meine eigene Gestaltung spielt diese Methode allerdings kaum eine Rolle.

Wann immer möglich, bevorzuge ich es, vorhandene Strukturen zu nutzen oder Pflanzen vorübergehend mechanisch zu fixieren.

Dadurch kann die Pflanze später leichter umgesetzt werden und es bleiben keine sichtbaren Klebestellen zurück.

Feuchtigkeit hilft beim Anwachsen

Gerade in tropischen Terrarien profitieren viele Aufsitzerpflanzen von einer ausreichend hohen Luftfeuchtigkeit.

Trotzdem sollte die Befestigungsstelle nicht zwangsläufig dauerhaft nass sein. Je nach Pflanzenart können ständig nasse Wurzeln oder Pflanzenteile zu Problemen führen.

Beregnung, Belüftung und die Position der Pflanze sollten deshalb zusammen betrachtet werden.

Die Einrichtung schon für Pflanzen planen

Wer ein Terrarium neu einrichtet, kann sich viel Arbeit sparen, indem bereits beim Bau Pflanztaschen, Vertiefungen und natürliche Spalten eingeplant werden.

Dadurch lassen sich Aufsitzerpflanzen später einfach einsetzen und bei Bedarf austauschen.

Gerade strukturierte Rückwände bieten dafür zahlreiche Möglichkeiten.

Fazit

Aufsitzerpflanzen lassen sich im Terrarium auf verschiedene Arten befestigen.

Am liebsten nutze ich vorhandene Ritzen, Spalten und andere Strukturen. Reicht deren Halt nicht aus, haben sich für mich Zahnstocher als temporäre Fixierung sehr gut bewährt.

Alternativ können Pflanzen beispielsweise auf Äste und Wurzeln aufgebunden werden.

Entscheidend ist letztlich weniger die konkrete Befestigungsmethode als ein stabiler Halt während der Anwachsphase. Sobald sich ausreichend neue Wurzeln gebildet haben, übernehmen die Pflanzen ihre Befestigung schließlich selbst.

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