Wie oft sollte man Mantiden füttern?

Wie häufig eine Gottesanbeterin gefüttert werden sollte, hängt von mehreren Faktoren ab. Entscheidend sind vor allem das Alter, die Größe der Mantis, die Futtertiergröße sowie die Art. Während Jungtiere regelmäßig Nahrung benötigen, kommen adulte Tiere oft mit deutlich längeren Fütterungsabständen aus.

Wie oft sollten Jungtiere gefüttert werden?

Junge Mantiden befinden sich im Wachstum und benötigen entsprechend häufiger Nahrung. In der Regel empfiehlt es sich, ihnen alle ein bis zwei Tage geeignete Futtertiere anzubieten.

Dabei sollte das Futtertier zur Größe der Mantis passen. Zu große Futtertiere können Jungtiere überfordern oder sogar verletzen.

Geeignete Futtertiere sind beispielsweise:

Wie oft sollten adulte Mantiden gefüttert werden?

Ausgewachsene Mantiden benötigen deutlich weniger Nahrung als Jungtiere. Meist reicht eine Fütterung alle drei bis sieben Tage aus.

Größere Futtertiere sorgen dafür, dass die Mantis entsprechend länger satt bleibt. Ein einzelnes großes Futtertier kann daher mehrere kleine Fütterungen ersetzen.

Woran erkennt man, ob eine Mantis hungrig ist?

Ein guter Anhaltspunkt ist der Hinterleib.

  • Ein praller Hinterleib spricht für eine gut versorgte Mantis.
  • Ist der Hinterleib deutlich schmal geworden, sollte wieder gefüttert werden.

Gerade bei weiblichen Mantiden ist ein gut gefüllter Hinterleib vor der Eiablage wichtig.

Sollte immer Futter im Terrarium sein?

Nein. Dauerhaft im Terrarium verbleibende Futtertiere können problematisch sein.

Vor allem Heimchen und Grillen können frisch gehäutete Mantiden verletzen. Nicht gefressene Futtertiere sollten daher nach einiger Zeit wieder entfernt werden. Generell wird oft davon abgeraten Heimchen und Grillen an Mantiden zu verfüttern, da diese Bakterien/Parasiten in sich tragen können, die die Mantiden nicht vertragen.

Schaben oder Fliegen werden meist schneller erbeutet, sollten aber ebenfalls nicht unnötig lange im Terrarium verbleiben.

Vor einer Häutung besser nicht füttern

Kurz vor einer Häutung stellen viele Mantiden die Nahrungsaufnahme vollständig ein. Gleichzeitig wirken sie oft ruhiger und suchen einen geeigneten Platz für die bevorstehende Häutung.

In dieser Phase sollte man die Tiere möglichst nicht stören. Futtertiere können nach der erfolgreichen Häutung wieder angeboten werden, sobald die Mantis vollständig ausgehärtet ist.

Kann man Mantiden überfüttern?

Ja. Gerade bei Anfängern besteht häufig die Sorge, dass die Tiere zu wenig fressen. Tatsächlich ist Überfütterung deutlich häufiger.

Ein dauerhaft stark aufgeblähter Hinterleib kann die Häutung erschweren und die Lebenserwartung negativ beeinflussen. Daher sollte die Futtermenge immer an den Ernährungszustand der Mantis angepasst werden.

Welche Futtertiere eignen sich?

Je nach Größe der Mantis kommen verschiedene Futtertiere infrage:

Entscheidend ist, dass das Futtertier zur Größe der Mantis passt und nicht unnötig groß gewählt wird.

Fazit

Wie oft eine Mantis gefüttert werden sollte, hängt vor allem von Alter, Größe und Art ab. Jungtiere benötigen meist alle ein bis zwei Tage Nahrung, während adulte Tiere häufig mit einer Fütterung alle drei bis sieben Tage auskommen. Statt nach einem festen Zeitplan zu füttern, sollte man den Ernährungszustand der Mantis beobachten und die Futtermenge individuell anpassen.

Passende Themen