Wie oft sollte man Fische füttern?
Wie häufig Aquarienfische gefüttert werden sollten, hängt unter anderem von Fischart, Alter, Besatz und verwendetem Futter ab. Für die meisten ausgewachsenen Aquarienfische hat sich bei mir eine Fütterung an sechs Tagen pro Woche bewährt. Einen Tag pro Woche lege ich als Fastentag ein.
Dabei versuche ich nicht nur die Futtermenge zu begrenzen, sondern auch möglichst abwechslungsreich zu füttern. Neben verschiedenen Trockenfuttersorten kommen bei mir Frostfutter und frisch geschlüpfte Artemia-Nauplien zum Einsatz.
Wie oft füttere ich meine Aquarienfische?
Meine Aquarienfische bekommen grundsätzlich an sechs Tagen pro Woche Futter. Der siebte Tag ist ein Fastentag, an dem ich die Fische nicht füttere.
An den meisten Fütterungstagen gibt es morgens zunächst eine kleine Portion Trockenfutter. Dabei handelt es sich wirklich nur um ein kleines Frühstück und nicht um eine vollständige zusätzliche Fütterung.
Dieses Frühstück entfällt bei mir allerdings, wenn ich im Büro bin sowie am Wasserwechsel-Tag.
Die eigentliche Fütterung wechsle ich über die Woche ab:
- 2× pro Woche: Frostfutter
- 2× pro Woche: frisch geschlüpfte Artemia-Nauplien
- 2× pro Woche: Trockenfutter
- 1× pro Woche: Fastentag
Beim Trockenfutter verwende ich unterschiedliche Sorten und passe das Futter an die jeweiligen Bewohner des Aquariums an. Meine Guppys bekommen beispielsweise auch pflanzenbetonte Phyll-Flakes.
Warum füttere ich nicht jeden Tag das gleiche Futter?
Eine abwechslungsreiche Ernährung bietet die Möglichkeit, unterschiedliche Nährstoffquellen anzubieten und gleichzeitig verschiedene natürliche Verhaltensweisen der Fische anzusprechen.
Trockenfutter ist unkompliziert und lässt sich gut dosieren. Frostfutter bietet eine willkommene Abwechslung und wird von vielen Fischen sehr gerne angenommen.
Besonders gerne verfüttere ich außerdem frisch geschlüpfte Artemia-Nauplien. Sie sind nicht nur für Jungfische interessant. Auch viele meiner ausgewachsenen Fische jagen die kleinen Artemia aktiv durchs Aquarium.
Gerade diese aktive Futtersuche ist für mich ein weiterer Grund, regelmäßig Lebendfutter anzubieten.
Wie füttere ich Frostfutter?
Frostfutter steht bei mir zweimal pro Woche auf dem Speiseplan.
Dabei wechsle ich auch hier zwischen verschiedenen geeigneten Futtersorten, anstatt dauerhaft nur eine einzige Sorte zu verwenden.
Ich lasse das Frostfutter immer erst in einem kleinen Messbecher mit etwas Wasser auftauen, schütte es dann durch mein Artemiasieb und spüle es nochmal kurz durch.
Mein Frostfutter beträufle ich vor der Fütterung zusätzlich mit ARKA Garlic. Das ist Bestandteil meiner persönlichen Fütterungsroutine und keine Voraussetzung dafür, Frostfutter grundsätzlich verfüttern zu können.
Warum bekommen meine Fische einen Fastentag?
Ein Fastentag pro Woche hat sich bei meinen ausgewachsenen Fischen bewährt.
Gesunde adulte Fische müssen nicht permanent Nahrung aufnehmen. Gleichzeitig reduziert ein futterfreier Tag die Gesamtfuttermenge etwas und damit auch die Menge an Nährstoffen, die über Futterreste und Ausscheidungen ins Aquarium gelangt.
Ein wöchentlicher Fastentag ist allerdings keine allgemeingültige Regel für jedes Aquarium. Besonders bei Jungfischen, sehr kleinen Arten oder Tieren mit besonderen Ernährungsansprüchen kann eine häufigere beziehungsweise tägliche Fütterung sinnvoll oder notwendig sein.
Wie viel sollte man Fischen füttern?
Mindestens genauso wichtig wie die Häufigkeit ist die Futtermenge.
Ich füttere lieber kleinere Portionen, die tatsächlich gefressen werden, als große Mengen auf einmal ins Aquarium zu geben. Zu viel Futter belastet nicht nur die Fische, sondern kann auch die Wasserqualität unnötig verschlechtern.
Eine pauschale Mengenangabe ist schwierig, da zehn kleine Bärblinge natürlich eine völlig andere Futtermenge benötigen als ein Aquarium mit deutlich größeren Fischen.
Deshalb sollte man seine Tiere während der Fütterung beobachten und die Menge entsprechend anpassen.
Ist einmal oder zweimal täglich füttern besser?
Beides kann funktionieren.
Ich selbst verteile die Fütterung an vielen Tagen auf ein kleines Frühstück und eine weitere Fütterung später am Tag. Entscheidend ist dabei, dass aus zwei Fütterungen nicht automatisch die doppelte Tagesration wird.
Wer zweimal täglich füttert, sollte die einzelnen Portionen entsprechend kleiner halten.
Es ist aber ebenfalls möglich, viele ausgewachsene Aquarienfische nur einmal täglich zu füttern.
Brauchen Fische Lebendfutter?
Viele Aquarienfische lassen sich grundsätzlich auch ohne regelmäßiges Lebendfutter ernähren, sofern ein geeignetes und ausgewogenes Futter angeboten wird.
Ich möchte auf Lebendfutter trotzdem nicht verzichten. Bei mir sind insbesondere Artemia-Nauplien ein fester Bestandteil des Futterplans.
Neben ihrem Nährwert finde ich vor allem interessant, wie stark Lebendfutter den Jagdtrieb vieler Fische anspricht. Statt an einer Stelle auf herabsinkendes Futter zu warten, müssen die Fische ihre Beute aktiv suchen und verfolgen.
Hin und wieder nutze ich auch noch anderes Lebendfutter wie Wasserflöhe (Daphnien), Glanzwürmer und Mückenlarven. Das ist aber eher die Ausnahme, da ich diese derzeit nicht selbst züchte.
Muss man einen festen Futterplan einhalten?
Nein. Mein Futterplan ist keine Anleitung, die exakt kopiert werden muss.
Er hilft mir vor allem dabei, abwechslungsreich zu füttern, ohne ständig überlegen zu müssen, was zuletzt angeboten wurde.
Das Grundprinzip ist für mich wichtiger als die konkrete Verteilung: unterschiedliche geeignete Futtersorten, angemessene Mengen und eine Fütterungsfrequenz, die zu den gehaltenen Arten passt.
Was ist bei Jungfischen anders?
Bei Jungfischen gelten andere Anforderungen als bei ausgewachsenen Tieren.
Während adulte Fische problemlos längere Abstände zwischen den Fütterungen vertragen können, benötigen viele Jungfische aufgrund ihres Wachstums häufiger Nahrung. Je nach Art und Entwicklungsstadium können mehrere kleine Fütterungen pro Tag sinnvoll sein.
Auch ein wöchentlicher Fastentag, wie ich ihn bei meinen ausgewachsenen Fischen einlege, lässt sich deshalb nicht einfach auf Jungfische übertragen.
Artemia-Nauplien eignen sich bei vielen Arten hervorragend für die Aufzucht, sofern die Jungfische bereits groß genug sind, sie zu bewältigen.
Fazit
Bei meinen ausgewachsenen Aquarienfischen hat sich eine abwechslungsreiche Fütterung an sechs Tagen pro Woche mit einem zusätzlichen Fastentag bewährt.
Dabei kombiniere ich unterschiedliche Trockenfuttersorten mit Frostfutter und frisch geschlüpften Artemia-Nauplien. An vielen Tagen gibt es zusätzlich morgens eine kleine Portion Trockenfutter.
Entscheidend ist jedoch nicht, einen bestimmten Wochenplan exakt nachzuahmen. Fischart, Alter, Besatz und individuelle Anforderungen müssen berücksichtigt werden. Wichtig sind für mich vor allem eine angemessene Futtermenge und möglichst viel Abwechslung.
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