Neocaridina halten – Neocaridina davidi & Neocaridina palmata Haltung im Aquarium

Einleitung

Die Neocaridina-Garnelen (Neocaridina davidi & Neocaridina palmata) gehören zu den beliebtesten Zwerggarnelen für das Aquarium. Sie sind in vielen Farbvarianten erhältlich und gelten als besonders robust und anfängerfreundlich.

Zu den bekannten Varianten gehören zum Beispiel Bloody Mary, Blue Jelly, White Pearl oder Orange Sakura. Trotz der unterschiedlichen Farben haben sie alle sehr ähnliche Ansprüche an Haltung und Wasserwerte.

Auf dieser Seite erfährst du, worauf es bei der Haltung von Neocaridina ankommt und welche Bedingungen sich in der Praxis bewährt haben.

Herkunft und Lebensraum

Neocaridina davidi stammt ursprünglich aus Ostasien, insbesondere aus Regionen in China und Taiwan. Dort lebt sie in:

  • kleinen Flüssen und Bächen
  • stehenden Gewässern
  • pflanzenreichen Bereichen

Die Garnelen halten sich meist zwischen Pflanzen, Wurzeln und Steinen auf und ernähren sich von Biofilm, Algen und Mikroorganismen.

Diese natürlichen Lebensräume lassen sich im Aquarium relativ leicht nachbilden.

Aquarium für Neocaridina

Aquariengröße

Neocaridina können bereits in kleineren Aquarien gehalten werden. Für eine stabile Haltung empfiehlt sich jedoch ein Becken ab etwa 20 Liter.
Größere Aquarien sind stabiler und bieten mehr Oberfläche für Biofilm, was sich positiv auf Gesundheit und Vermehrung auswirkt.

Einrichtung

Neocaridina fühlen sich besonders wohl in gut strukturierten Aquarien mit vielen Oberflächen.

Typische Einrichtung:

Pflanzen spielen dabei eine wichtige Rolle, da sich auf ihnen Biofilm bildet, der den Garnelen als natürliche Nahrungsquelle dient.

Wasserwerte für Neocaridina

Neocaridina gelten als sehr anpassungsfähig und können in einem relativ breiten Bereich gehalten werden.

Typische Wasserwerte:

  • Temperatur: etwa 18 – 26 °C
  • pH-Wert: etwa 6,5 – 8
  • Leitwert: etwa 200 – 600 µS

Wichtiger als exakte Werte sind stabile Bedingungen. Schnelle Schwankungen der Wasserchemie sollten vermieden werden.
Auch regelmäßige Wasserwechsel helfen dabei, stabile Bedingungen im Aquarium zu erhalten.

Wasseraufbereitung und Mineralien

In vielen Regionen können Neocaridina problemlos in Leitungswasser gehalten werden. Dabei auf für Garnelen schädliche Stoffe wie Kupfer und Chlor achten. Sicherheitshalber bietet es sich an, das Wasser vor Kontakt mit den Garnelen mit einem Wasseraufbereiter zu versehen, um die gefährlichen Stoffe zu neutralisieren.

Bei sehr weichem Wasser kann es sinnvoll sein, Mineralien zu ergänzen, um die Garnelen ausreichend mit wichtigen Spurenelementen zu versorgen.

Ich selbst verwende Osmosewasser und härte das Wasser anschließend mit SaltyShrimp Shrimp Mineral GH/KH+ auf eine Leitwert von ca. 300 µS auf.

Fütterung

Neocaridina ernähren sich hauptsächlich von:

  • Biofilm
  • Algenaufwuchs
  • Mikroorganismen

Im Aquarium sollte daher immer eine gewisse natürliche Nahrungsbasis vorhanden sein. Für den Aufbau eines gesunden Biofilm dosiere ich alle vier Tage etwas Bacter AE in allen meine Aquarien.

Zusätzlich können Garnelen regelmäßig mit speziellem Garnelenfutter versorgt werden. Ich nutze dafür abwechselnd:

Ich füttere meine Garnelen nur in kleinen Mengen, da ein Großteil der Nahrung bereits durch Aufwuchs im Aquarium vorhanden ist.

Zusätzlich gebe ich regelmäßig Seemandelbaumblätter und Erlenzapfen ins Aquarium. Diese geben hilfreiche Stoffe ans Wasser ab und bieten gleichzeitig eine große Oberfläche für Mikroorganismen.

Pflanzen für Neocaridina-Aquarien

Pflanzen spielen in Garnelenaquarien eine wichtige Rolle.

Gut geeignet sind zum Beispiel:

  • Moose
  • schnell wachsende Stängelpflanzen
  • Aufsitzerpflanzen
  • feinfiedrige Pflanzen

Besonders Moose bieten Junggarnelen Schutz und viele Oberflächen für Biofilm.

Zucht von Neocaridina

  • Neocaridina gehören zu den einfachsten Garnelenarten zur Zucht.
  • Typische Merkmale:
  • Weibchen tragen etwa 20–40 Eier
  • Entwicklung erfolgt vollständig im Süßwasser
  • keine Larvenphase
  • Die Junggarnelen schlüpfen bereits als kleine Garnelen und wachsen im Aquarium heran.

Bei stabilen Bedingungen vermehren sich Neocaridina oft von selbst und können schnell größere Populationen bilden.

Fazit

Neocaridina-Garnelen gehören zu den besten Einsteigerarten für Garnelenaquarien. Sie sind robust, anpassungsfähig und vermehren sich bei passenden Bedingungen zuverlässig.

Mit einem gut bepflanzten Aquarium, stabilen Wasserwerten und ausreichend Biofilm lassen sie sich langfristig erfolgreich halten.

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