Garnelen richtig füttern

Garnelen richtig füttern – weniger ist oft mehr

Die richtige Fütterung ist einer der wichtigsten Faktoren für gesunde und langlebige Garnelen. Viele Probleme entstehen nicht durch zu wenig, sondern durch zu viel Futter.

Was fressen Garnelen eigentlich?

Garnelen sind Allesfresser, aber ihr Hauptfokus liegt auf:

  • Biofilm (Bakterienrasen)
  • Algenaufwuchs
  • abgestorbenen Pflanzenteilen
  • Mikroorganismen

Ein gut eingefahrenes Aquarium liefert also bereits einen Großteil der Nahrung.

Wie oft sollte man Garnelen füttern?

Das hängt ein bisschen vom Aquarium und dem Ziel der Haltung aus.

In einem Aquarium, in dem ebenfalls Fische leben, braucht ihr die Garnelen gar nicht extra zu füttern, da sie sich von den Resten ernähren, die die Fische übrig lassen. Selbst der Fischkot wird dabei von den Garnelen verwertet.

Haltet ihr die Garnelen alleine, hängt es auch wieder davon ab, ob ihr sie züchten wollt oder sie nur haltet, weil sie euch gefallen. Als Faustregel gilt:

  • 2–3 Mal pro Woche zufüttern reicht völlig aus
  • In gut laufenden Becken oft sogar weniger

Wenn ihr die Vermehrung steigern wollt hilft eine gute Fütterung natürlich, in dem Falle könnt ihr auch häufiger füttern.

Wichtig: Das Futter sollte innerhalb von 2–3 Stunden weitgehend gefressen sein.

Womit füttert man Garnelen?

Eine abwechslungsreiche Ernährung ist ideal:

Hauptfutter

Als Hauptfutter nutze ich hauptsächlich die Produkte von GlasGarten. Bei Aquarien mit größerem Besatz füttere ich wie folgt, bei wenig Besatz nur sporadisch, da die Garnelen dann sowieso genug im Aquarium finden und zu viel Futter eher hinderlich ist.

Bei meinen Caridina dennerli lasse ich zusäztlich noch die Garnelensticks am Mittwoch ausfallen.

Ergänzend

Laub und Erlenzapfen sollte immer im Becken vorhanden sein – es dient als Dauerfutter.

Typische Fehler bei der Fütterung

Zu viel Futter
→ Wasser kippt, Bakterienprobleme

Zu häufiges Füttern
→ Garnelen werden träge, weniger Nachwuchs

Keine Dauerfutterquelle
→ Stress, Nährstoffmangel

Woran erkennt man eine gute Fütterung?

  • Garnelen sind aktiv und ständig am „Grasen“
  • gleichmäßiges Wachstum
  • regelmäßiger Nachwuchs
  • keine Futterreste im Becken

Fazit

Garnelen brauchen weniger Futter als viele denken.
Ein stabiles Aquarium mit Biofilm und etwas ergänzendem Futter ist der Schlüssel zu gesunden Tieren.