Beim Kauf von Aquarienpflanzen stößt man häufig auf die Begriffe emers und submers. Beide Begriffe beschreiben die Wuchsform einer Pflanze und geben an, ob sie über oder unter Wasser gewachsen ist.
Viele Aquarienpflanzen können beide Wuchsformen ausbilden und passen sich an ihre Umgebung an.
Was bedeutet emers?
Als emers werden Pflanzen bezeichnet, die oberhalb der Wasseroberfläche wachsen.
In Gärtnereien werden viele Aquarienpflanzen emers kultiviert, da sie unter diesen Bedingungen oft schneller wachsen und einfacher zu vermehren sind.
Typische Merkmale emerser Pflanzen sind:
- festere Blätter
- dickere Blattoberflächen
- kräftigere Stängel
- häufig andere Blattformen und Farben
Besonders bei Stängelpflanzen unterscheiden sich emerse und submerse Triebe oft deutlich voneinander.
Was bedeutet submers?
Submers bezeichnet Pflanzen, die vollständig unter Wasser wachsen.
In dieser Wuchsform entwickeln viele Arten weichere Blätter und eine an das Leben unter Wasser angepasste Struktur.
Typische Merkmale submerser Pflanzen sind:
- weichere Blätter
- feineres Wachstum
- oft andere Blattgrößen und Blattformen
- teilweise intensivere Farben
Die meisten Aquascapes und Aquarien werden mit Pflanzen in ihrer submersen Form gestaltet.
Warum werden viele Aquarienpflanzen emers verkauft?
Die emerse Kultivierung bietet mehrere Vorteile:
- schnelleres Wachstum
- einfachere Vermehrung
- geringerer Algenbefall
- robustere Pflanzen
- leichterer Transport
Dadurch können Pflanzen günstiger und in größerer Stückzahl produziert werden.
Für den Käufer bedeutet dies meist kräftige und gesunde Pflanzen.
Was passiert nach dem Einsetzen ins Aquarium?
Wer emers gezogene Pflanzen ins Aquarium setzt, erlebt häufig eine Überraschung:
Die Pflanze verändert ihr Aussehen.
Das ist völlig normal.
Viele Arten werfen einen Teil ihrer emersen Blätter ab und bilden neue submerse Triebe aus. Dieser Anpassungsprozess kann einige Tage bis mehrere Wochen dauern.
Während dieser Zeit kann es so wirken, als würde die Pflanze eingehen. In den meisten Fällen handelt es sich jedoch lediglich um die Umstellung auf die neue Wuchsform.
Vorteile emerser Pflanzen
- meist kräftiger und robuster beim Kauf
- einfacher Transport
- häufig frei von Algen
- oft frei von Schnecken und anderen Aquarienbewohnern
- längere Lagerfähigkeit außerhalb des Aquariums
Vorteile submerser Pflanzen
- sofort aquarientauglich
- kein oder nur geringer Anpassungsprozess
- direkt das spätere Erscheinungsbild sichtbar
- oft schneller dekorativ im Aquarium
Welche Wuchsform ist besser?
Keine der beiden Wuchsformen ist grundsätzlich besser.
Emers gezogene Pflanzen sind meist robuster und einfacher zu produzieren, müssen sich nach dem Einsetzen jedoch zunächst an das Leben unter Wasser anpassen.
Submers gezogene Pflanzen zeigen dagegen bereits ihr späteres Aussehen im Aquarium, reagieren aber häufig empfindlicher auf Transport und Umsetzen.
Fazit
Emers und submers beschreiben unterschiedliche Wuchsformen derselben Pflanze. Viele Aquarienpflanzen können beide Formen ausbilden und passen sich ihrer Umgebung an.
Emers gezogene Pflanzen sind besonders robust und werden deshalb häufig im Handel angeboten. Nach dem Einsetzen ins Aquarium erfolgt meist eine Umstellung auf die submerse Wuchsform, bei der sich Aussehen und Wachstum der Pflanze verändern können.
Wer diesen natürlichen Anpassungsprozess kennt, muss sich keine Sorgen machen, wenn eine neu eingesetzte Pflanze zunächst Blätter verliert oder ihr Erscheinungsbild verändert.
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