Können Pfeilgiftfrösche ertrinken?

Ja, Pfeilgiftfrösche können ertrinken. Obwohl viele Arten in feuchten Regenwaldhabitaten leben und Wasser für ihre Fortpflanzung eine wichtige Rolle spielt, sind adulte Pfeilgiftfrösche keine Wasserfrösche. Sie können schwimmen, benötigen aber die Möglichkeit, ein Gewässer problemlos wieder zu verlassen.

Können Pfeilgiftfrösche schwimmen?

Pfeilgiftfrösche können sich im Wasser fortbewegen und geraten nicht automatisch in Gefahr, sobald sie ins Wasser gelangen. Problematisch können jedoch tiefe Wasserstellen mit steilen oder glatten Begrenzungen werden, aus denen ein Frosch nicht ohne Weiteres herauskommt.

Gerade in einem Terrarium sollte deshalb nicht nur die Wassertiefe betrachtet werden. Viel wichtiger ist die Frage:

Kann ein hineingefallener Frosch an mehreren Stellen problemlos wieder herausklettern?

Wann kann Wasser im Terrarium gefährlich werden?

Potenzielle Gefahrenstellen sind beispielsweise größere Wasserschalen, Wasserbecken oder andere Behälter mit glatten und steilen Wänden. Auch technische Bereiche oder Öffnungen, in denen sich Wasser sammelt, sollten so gestaltet sein, dass kein Tier darin eingeschlossen werden kann.

Besonders vorsichtig wäre ich bei Jungfröschen. Sie sind wesentlich kleiner und entsprechend können bereits Wasseransammlungen problematisch sein, die für ein adultes Tier kaum auffallen würden.

Sind Bromelien für Pfeilgiftfrösche gefährlich?

Viele Pfeilgiftfrösche nutzen wassergefüllte Bromelientrichter ganz natürlich. Bei einigen Arten spielen solche Phytotelmen sogar eine wichtige Rolle bei der Fortpflanzung. Eine mit Wasser gefüllte Bromelie ist deshalb nicht grundsätzlich eine Gefahr für Pfeilgiftfrösche.

In meiner eigenen Haltung habe ich bereits tote Jungfrösche von Epipedobates anthonyi in wassergefüllten Bromelientrichtern gefunden. Ob die Tiere tatsächlich ertrunken sind oder bereits aus einem anderen Grund geschwächt beziehungsweise verstorben waren, ließ sich im Nachhinein nicht feststellen. Es hat auch nur Bromelien mit hohen und steilen Trichtern betroffen.

Brauchen Pfeilgiftfrösche ein Wasserbecken?

Nein, ein großes Wasserbecken ist für die meisten üblicherweise gehaltenen Pfeilgiftfrösche nicht notwendig. Die benötigte Feuchtigkeit wird in einem geeigneten Terrarium über Luftfeuchtigkeit, Beregnung und das Mikroklima bereitgestellt.

Für die Fortpflanzung muss man allerdings differenzieren: Je nach Art werden Kaulquappen in kleinen Wasseransammlungen, Bromelientrichtern oder anderen geeigneten Gewässern abgesetzt. Das bedeutet aber nicht, dass die adulten Tiere deshalb einen großen Schwimmbereich benötigen.

Hier könntest du auch schön auf deinen Artikel zum Mikroklima verlinken.

Wie kann ich Wasserstellen sicher gestalten?

Da würde ich es praktisch halten: Wasserstellen sollten so angelegt sein, dass Tiere leicht hinein- und vor allem wieder herausgelangen. Flache Übergänge, Äste, Wurzeln, Steine oder andere griffige Strukturen können Ausstiegsmöglichkeiten schaffen.

Bei offenen technischen Wasserbereichen sollte verhindert werden, dass die Frösche überhaupt hineingelangen.

Fazit

Pfeilgiftfrösche können schwimmen, aber sie können auch ertrinken. Gefährlich sind vor allem Wasserstellen, aus denen ein Tier nicht selbstständig wieder herauskommt. Deshalb sollten Wasserbereiche im Terrarium immer ausreichend Ausstiegsmöglichkeiten bieten.

Wassergefüllte Bromelien sind dagegen nicht grundsätzlich gefährlich und werden von verschiedenen Pfeilgiftfroscharten natürlicherweise genutzt. Besonders bei sehr kleinen Jungfröschen lohnt es sich dennoch, mögliche Wasserfallen im Terrarium im Auge zu behalten.

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